Halloween bei Volkswagen

Milliarden-Verlust und Alarmstufe rot – oder Vorspiel für die Tarifrunde?

Bilanzen lesen ist kein Hexenwerk!

Halloween ist ein am Abend und in der Nacht vor dem Allerheiligen, vom 31. Oktober auf den 1. November, begangenes Fest, welches durch Verkleidungen und Darstellungen von Gruselmotiven und den Brauch des Süßigkeitensammelns geprägt ist. Die Süßigkeiten will Volkswagen von den Arbeiterinnen und Arbeitern einsammeln: Geringere Löhne und längere Arbeitszeiten zur Maximierung des Profits der Eigentümer, Abschaffung des VW-Gesetzes und die Herren des Hauses störenden Mitbestimmung von Betriebsrat, IG Metall und der Beteiligung des Landes Niedersachsen.

Halloween bei Volkswagen weiterlesen

Militarisierung der Arbeit im Rüstungscluster Niedersachsen

… wie viele Mitarbeiter Probleme mit den Sicherheitsvorschriften in der Rüstungsindustrie bekommen könnten! „Pre-Check“ heißt das Verfahren, für das es in Deutschland bislang kein Vorbild gibt. … nur ein Vorgeschmack auf das, was in den kommenden Monaten folgen wird.

„Niedersachsen steht geschlossen hinter seiner Sicherheits- und Verteidigungsindustrie,“ behaupten die Unternehmerverbände und beziehen sich auf 177.000 Euro aus der Landeskasse für das „Rüstungscluster Niedersachsen“.

Militarisierung der Arbeit im Rüstungscluster Niedersachsen weiterlesen

Audi: Wahlkampfhilfe für Trump

Direkte Wahlkampfhilfe von Audi Deutschland für den Fascho im Weißen Haus, vor dem sich Döllner in den Staub wirft. Dabei verstößt Döllner auch gegen die Richtlinien des Unternehems, die besagen, dass „in den drei letzten Monaten vor Wahlen keine öffentlich wirksamen Termine“ mit beteiligten Parteien oder Politikern wahrgenommen werden. Audi verpflichte sich zur Neutralität im Umgang mit Parteien und Interessengruppen, heißt es dort weiter.

Audi: Wahlkampfhilfe für Trump weiterlesen

Autoindustrie: CDU forciert Unterbietungswettbewerb

Die Arbeiterinnen und Arbeiter von Volkswagen in Zwickau, Chemnitz und Dresden sowie tausende Beschäftigte in der Zulieferindustrie sorgen sich um ihre Arbeitsplätze. Volkswagen hat die Belegschaft bereits um tausende Beschäftigte reduziert, will die Werke schließen, um selbst geschaffene und teure Überkapazitäten abzubauen – statt auf kollektive Arbeitszeitverkürzung und auf andere Produkte für nachhaltige Mobilität zu setzen. Auch Sachsens MP Kretschmer sorgt sich um das VW-Werk in Zwickau – kommt aber zu völlig falschen Schlussfolgerungen.

CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer als Geisterfahrer

O-Ton Kretschmer:

Autoindustrie: CDU forciert Unterbietungswettbewerb weiterlesen

Der Kapitalismus hat fertig!

Wird Volkswagen in Deutschland jetzt abgewickelt?

Natürlich wollen alle Unternehmer die Löhne einfrieren oder besser noch senken – so, wie der Bund, die Länder und Kommunen bei Grundsicherung, Wohngeld, Unterhaltsvorschuss, Schulbegleitung, Pflegegrad, Elterngeld und BaföG Milliarden einsparen. Die Hochrüstung verschlingt hunderte Milliarden auf Kosten des Sozialstaates. Gespart wird bei denen, die keine Lobby haben – und die Aktien von Rheinmetall & Co. knallen durch die Decke.

Der Kapitalismus hat fertig! weiterlesen

VW-Werk wird Rüstungsfabrik. Wen ein Ex-Betriebsrat dafür verantwortlich macht

In Osnabrück soll aus einem traditionsreichen VW-Standort ein Produktionsort für die Rüstungsindustrie werden. Für Stephan Krull ist das mehr als ein wirtschaftlicher Kurswechsel. Der frühere VW-Betriebsrat sieht darin eine politische Entscheidung zugunsten militärischer Produktion – und gegen zivile Alternativen.

Im Interview mit https://www.freitag.de/ kritisiert Krull die Rolle des Landes Niedersachsen und die Haltung der IG Metall. Er warnt vor Folgen für die Beschäftigten und für das Selbstverständnis Osnabrücks als Friedensstadt.

VW-Werk wird Rüstungsfabrik. Wen ein Ex-Betriebsrat dafür verantwortlich macht weiterlesen

Dem Klassenkampf ausweichen?

VW-Aufsichtsratssitzung: Eskalation verhindert? Mitbestimmung aufgegeben, Sparprogramm, Personalabbau und Profiterhöhung beschlossen, geplante Werksschließungen „zur Kenntnis genommen“. Dem Klassenkampf von oben kann man nicht ausweichen ohne Selbstaufgabe. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Ein Blick in das Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Warum gibt es das VW-Gesetz, was steht darin und in der Satzung der VW AG? „Wir haben auf Eigentumsrechte verzichtet und dafür das VW-Gesetz bekommen,“ sagt die IG Metall. In der Logik eines „freien Marktes“ ist das VW-Gesetz jedoch ordnungspolitisch und funktional völlig unpassend.

Der Aufsichtsrat von VW hat ein drastisches Programm zum Personalabbau, zur Kostensenkung und zur Profiterhöhung beschlossen, die geplanten Werksschließungen in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm hat der Aufsichtsrat „zur Kenntnis genommen“ statt sie klar zurückzuweisen. Ich schrieb dazu: „Die Drohung des Vorstandes, das ganze Programm von der Aktionärsversammlung mit der Mehrheit der Stimmen des Porsche-Piëch-Familienclans (53 Prozent der Stimmrechtsanteile) entscheiden zu lassen und so die Mitbestimmung auszuhebeln, hat scheinbar gewirkt.“ Aber wie belastbar war oder ist diese Drohung?

Dem Klassenkampf ausweichen? weiterlesen

VW-Aufsichtsrat: Danke für nix!

In der überraschend kurzfristig angesetzten Sitzung des Aufsichtsrates von Volkswagen am Abend des 3. September wurde der vom Vorstand vorgelegte Zukunftsplan 2030 in seinen wesentlichen Punkten einstimmig beschlossen. Zugestimmt haben also der SPD Ministerpräsident, die grüne Vizeministerpräsidentin, die Vertreterinnen der IG Metall und des Betriebsrates.

Die Drohung des Vorstandes, das ganze Programm von der Aktionärsversammlung mit der Mehrheit der Stimmen des Porsche-Piëch-Clans (53 Prozent der Stimmrechtsanteile) entscheiden zu lassen und so die Mitbestimmung auszuhebeln, hat scheinbar gewirkt.

VW-Aufsichtsrat: Danke für nix! weiterlesen

Keine Denkverbote? Keine Denkverbote!

Den Sozialstaat schreddern, die Kommunen in den Ruin treiben und Sparorgien, offen, brutal und ohne sozialpartnerschaftliche Volks- und Betriebsgemeinschaftsideologie. Das sind keine Planspiele, sondern koordinierte bittere Realität und Teil des roten Teppichs für die autoritäre Rechte in diesem Land. „Keine Denkverbote“ bei der Verschärfung der Ausbeutung fordert in diesem Kontext das Kapital und meint damit das laute Nachdenken über die Aufhebung des Acht-Stunden-Tages, die Wiedereinführung der sechstägigen Arbeitswoche, die Verlängerung der individuellen Arbeitszeit bei gleichzeitiger Senkung von Löhnen, Beiträgen zur Sozialversicherung, sogenannter Lohnnebenkosten und Senkung von Rentenzahlungen. „Keine Denkverbote“ heißt in diesem Kontext Milliarden für die Hochrüstung, Wehrpflicht für die Jugend und Kriegstüchtigkeit für alle.

Widersprüchliche Signale von den Gewerkschaften. Das Sparpakt bei Porsche als Vorbild für Abbau bei Volkswagen, BMW und Mercedes? Denken ohne Geländer.

Keine Denkverbote? Keine Denkverbote! weiterlesen

Autoindustrie: Endspiel für Arbeitsplätze und Kommunen?

Die fetten Jahre der Auto- und Zuliefererindustrie in Deutschland sind endgültig vorbei. Der drastische Rückgang von Produktion und Absatz setzt sich 2026 fort in einer Ökonomie, die auf Wachstum angewiesen ist: bei Mercedes minus 1 Prozent, bei VW minus 5 Prozent und bei Ford minus 10 Prozent. Zuwachs gibt es bei den chinesischen Herstellern BYD, Xpeng und Leapmotor.

Jahr198520162025
Mio. Autos4,25,84,1

Automobilproduktion in Deutschland (Quelle VDA)

Autoindustrie: Endspiel für Arbeitsplätze und Kommunen? weiterlesen