Dem Klassenkampf ausweichen?

VW-Aufsichtsratssitzung: Eskalation verhindert? Mitbestimmung aufgegeben, Sparprogramm, Personalabbau und Profiterhöhung beschlossen, geplante Werksschließungen „zur Kenntnis genommen“. Dem Klassenkampf von oben kann man nicht ausweichen ohne Selbstaufgabe. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Ein Blick in das Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Warum gibt es das VW-Gesetz, was steht darin und in der Satzung der VW AG? „Wir haben auf Eigentumsrechte verzichtet und dafür das VW-Gesetz bekommen,“ sagt die IG Metall. In der Logik eines „freien Marktes“ ist das VW-Gesetz jedoch ordnungspolitisch und funktional völlig unpassend.

Der Aufsichtsrat von VW hat ein drastisches Programm zum Personalabbau, zur Kostensenkung und zur Profiterhöhung beschlossen, die geplanten Werksschließungen in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm hat der Aufsichtsrat „zur Kenntnis genommen“ statt sie klar zurückzuweisen. Ich schrieb dazu: „Die Drohung des Vorstandes, das ganze Programm von der Aktionärsversammlung mit der Mehrheit der Stimmen des Porsche-Piëch-Familienclans (53 Prozent der Stimmrechtsanteile) entscheiden zu lassen und so die Mitbestimmung auszuhebeln, hat scheinbar gewirkt.“ Aber wie belastbar war oder ist diese Drohung?

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VW-Aufsichtsrat: Danke für nix!

In der überraschend kurzfristig angesetzten Sitzung des Aufsichtsrates von Volkswagen am Abend des 3. September wurde der vom Vorstand vorgelegte Zukunftsplan 2030 in seinen wesentlichen Punkten einstimmig beschlossen. Zugestimmt haben also der SPD Ministerpräsident, die grüne Vizeministerpräsidentin, die Vertreterinnen der IG Metall und des Betriebsrates.

Die Drohung des Vorstandes, das ganze Programm von der Aktionärsversammlung mit der Mehrheit der Stimmen des Porsche-Piëch-Clans (53 Prozent der Stimmrechtsanteile) entscheiden zu lassen und so die Mitbestimmung auszuhebeln, hat scheinbar gewirkt.

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Keine Denkverbote? Keine Denkverbote!

Den Sozialstaat schreddern, die Kommunen in den Ruin treiben und Sparorgien, offen, brutal und ohne sozialpartnerschaftliche Volks- und Betriebsgemeinschaftsideologie. Das sind keine Planspiele, sondern koordinierte bittere Realität und Teil des roten Teppichs für die autoritäre Rechte in diesem Land. „Keine Denkverbote“ bei der Verschärfung der Ausbeutung fordert in diesem Kontext das Kapital und meint damit das laute Nachdenken über die Aufhebung des Acht-Stunden-Tages, die Wiedereinführung der sechstägigen Arbeitswoche, die Verlängerung der individuellen Arbeitszeit bei gleichzeitiger Senkung von Löhnen, Beiträgen zur Sozialversicherung, sogenannter Lohnnebenkosten und Senkung von Rentenzahlungen. „Keine Denkverbote“ heißt in diesem Kontext Milliarden für die Hochrüstung, Wehrpflicht für die Jugend und Kriegstüchtigkeit für alle.

Widersprüchliche Signale von den Gewerkschaften. Das Sparpakt bei Porsche als Vorbild für Abbau bei Volkswagen, BMW und Mercedes? Denken ohne Geländer.

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Krise in der Autoindustrie – wer zahlt, wer gewinnt?

Automobilindustrie im Umbruch – Konferenz der Fraktion Die Linke im Bundestag am 16. Juni in Schweinfurt.

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Volkswagen – back to the roots?

Volkswagen macht sich auf, wieder ein Rüstungsunternehmen zu werden.

Die Aktionäre, das Management, die Landesregierung und auch der Betriebsrat sprechen sich dafür aus, dass bei Volkswagen künftig auch für den Krieg produziert wird.

Da ist ein Blick in die Vergangenheit hilfreich.
Zum 75. Jahrestag der Gründung von Werk und Stadt habe ich dazu ein Buch herausgegeben, das an Aktualität – leider – nichts verloren hat.

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Nein zur Rüstungsproduktion bei Volkswagen!

Wie dramatisch ist die Lage bei VW und in der Autoindustrie wirklich? Darüber habe ich nach der Aktionärsversammlung mit Kolleginnen und Kollegen in Wolfsburg diskutiert.

Alle scheinen sich einig zu sein: Die Aktionäre, das Management, die Landesregierung und auch der Betriebsrat sprechen sich dafür aus, dass bei Volkswagen künftig auch für den Krieg produziert wird.

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Volkswagen auf dem Weg zur Rüstungsschmiede

Vorbericht zur Aktionärsversammlung am 18. Juni 2026

Der Aktienkurs im Keller, die Werke dramatisch unterausgelastet, der Absatz in China weggebrochen, in den USA abgestürzt und in Europa knapp gehalten. Aber: 322 Milliarden Euro Umsatz, mehr als 27 Milliarden Euro in die Gewinnrücklage gesteckt, 7,5 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern ausgewiesen, 5,20 Euro Dividende pro Aktie, rund eine Milliarde Euro für die Familien Porsche und Piëch. Der Vorstandsvorsitzende Blume kassiert 7,5 Millionen Euro, selbst der geschasste Personalvorstand Kilian bekommt noch 2,1 Millionen und der gesamte Vorstand zusammen über 40 Millionen Euro.

Bei Dividenden für die Porsches und Piëchs, bei den Gehältern für die Manager kann von Krise keine Rede sein. Ganz anders bei den Arbeiter*innen und Kommunen, die um Jobs und um die Standorte fürchten, die mit Arbeitszeitverlängerung, vorenthaltenem Lohn und geringerem Steueraufkommen in den Kommunen für den Reichtum der Eigentümer aufkommen.

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Autokrise trifft Kommunen und Mittelstand

Kommunen und Menschen in Not durch kapitalistische Misswirtschaft!

Heute: Bohai in Harzgerode. Weil Volkswagen als großer Abnehmer keine korrekten Preise zahlt und die Aufträge storniert, geht die Gießerei in Harzgerode insolvent? Minus 1.000 Arbeitsplätze bei etwas mehr als 7.000 Einwohner*innen – das rüttelt am Fundament dieser Kleinstadt.

Ein Arbeiter: „Wenn ein Riese wie Volkswagen sich in so einer kritischen Phase aus den Verhandlungen zurückzieht, wo bleibt da die soziale Verantwortung für die Menschen, die diesen Erfolg über Jahrzehnte erst möglich gemacht haben?“

Landrat und Bürgermeister: „Wir werden die Not von Harzgerode zurück nach Wolfsburg tragen, denn es geht um das Schicksal einer ganzen Region.“

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VW-Aufsichtsrat plant Kahlschlag

Das Management erfüllt die Aufträge der Eingentümer, die Grünen schauen zu und fallen der Klima- und Verkehrswendebewegung in den Rücken.

Die stellvertretende Regierungschefin von Niedersachsen, Julia Willie-Hamburg, geißelt beim grünen Landesparteitag am 25. April in Emden die Politik der Bundesregierung. Und sie kritisiert Pläne des VW-Managements, Standorte zu schließen: Es sei „aberwitzig darüber zu reden, hier in Niedersachsen solche Werke zu schließen“, sagt Hamburg mit Blick auf das Werk Emden. Da sie auch Aufsichtsratsmitglied bei VW ist, ist sie nicht unbeteiligt, sondern in solche Maßnahmen ganz konkret und persönlich involviert.

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Volkswagen in Osnabrück – Produktion für israelische Armee?

Volkswagen instrumentalisiert Geschäfte mit Israel, um sich von seinen faschistischen Wurzeln reinzuwaschen. Eine Gruppe tritt erst auf den Plan, wenn es um Waffen für Israel geht.

Wie es ab Mitte 2027 für VW in Osnabrück weitergeht, ist offen. Der „Financial Times“ zufolge könnten in dem Werk in Zukunft Teile für das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ produziert werden, nachdem Rheinmetall und KNDS bereits im Gespräch waren. Die Produktion für den Iron Dome wird vom Betriebsrat des Werkes und in der Öffentlichkeit als „rein defensiv und erforderliche Schutzmaßnahme“ und als Hoffnung zur Sicherung der Arbeitsplätze beworben. Für Volkswagen geht es in erster Linie darum, die Überkapazitäten in der Autoproduktion zu vernichten und neue Profitquellen zu erschließen – auch wenn sie solche Produktion als Beitrag zum Schutz von Jüdinnen und Juden und des Staates Israel darstellen.

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