Autokrise trifft Kommunen und Mittelstand

Kommunen und Menschen in Not durch kapitalistische Misswirtschaft!

Heute: Bohai in Harzgerode. Weil Volkswagen als großer Abnehmer keine korrekten Preise zahlt und die Aufträge storniert, geht die Gießerei in Harzgerode insolvent? Minus 1.000 Arbeitsplätze bei etwas mehr als 7.000 Einwohner*innen – das rüttelt am Fundament dieser Kleinstadt.

Ein Arbeiter: „Wenn ein Riese wie Volkswagen sich in so einer kritischen Phase aus den Verhandlungen zurückzieht, wo bleibt da die soziale Verantwortung für die Menschen, die diesen Erfolg über Jahrzehnte erst möglich gemacht haben?“

Landrat und Bürgermeister: „Wir werden die Not von Harzgerode zurück nach Wolfsburg tragen, denn es geht um das Schicksal einer ganzen Region.“

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VW-Aufsichtsrat plant Kahlschlag

Das Management erfüllt die Aufträge der Eingentümer, die Grünen schauen zu und fallen der Klima- und Verkehrswendebewegung in den Rücken.

Die stellvertretende Regierungschefin von Niedersachsen, Julia Willie-Hamburg, geißelt beim grünen Landesparteitag am 25. April in Emden die Politik der Bundesregierung. Und sie kritisiert Pläne des VW-Managements, Standorte zu schließen: Es sei „aberwitzig darüber zu reden, hier in Niedersachsen solche Werke zu schließen“, sagt Hamburg mit Blick auf das Werk Emden. Da sie auch Aufsichtsratsmitglied bei VW ist, ist sie nicht unbeteiligt, sondern in solche Maßnahmen ganz konkret und persönlich involviert.

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Volkswagen in Osnabrück – Produktion für israelische Armee?

Volkswagen instrumentalisiert Geschäfte mit Israel, um sich von seinen faschistischen Wurzeln reinzuwaschen. Eine Gruppe tritt erst auf den Plan, wenn es um Waffen für Israel geht.

Wie es ab Mitte 2027 für VW in Osnabrück weitergeht, ist offen. Der „Financial Times“ zufolge könnten in dem Werk in Zukunft Teile für das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ produziert werden, nachdem Rheinmetall und KNDS bereits im Gespräch waren. Die Produktion für den Iron Dome wird vom Betriebsrat des Werkes und in der Öffentlichkeit als „rein defensiv und erforderliche Schutzmaßnahme“ und als Hoffnung zur Sicherung der Arbeitsplätze beworben. Für Volkswagen geht es in erster Linie darum, die Überkapazitäten in der Autoproduktion zu vernichten und neue Profitquellen zu erschließen – auch wenn sie solche Produktion als Beitrag zum Schutz von Jüdinnen und Juden und des Staates Israel darstellen.

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Sind Uber, MOIA & Co. am Ende?

ÖPNV und Profit gehen nicht zusammen – Der öffentliche Verkehr gehört in die öffentliche Hand! MOIA stellt Betrieb in Hannover ein und reduziert stark in Hamburg.

Jeder Euro, der in Busse, Regionalzüge oder Straßenbahnen investiert wird, bringt der deutschen Volkswirtschaft einen Nutzen von drei Euro – so das Ergebnis einer Studie1. Dieses Geld schafft Jobs und sorgt für Umsätze anderswo. Rund 12 Milliarden Euro nehmen die Betriebe des ÖPNV pro Jahr an verkauften Fahrkarten ein. Jeder investierte Euro in Bus und Bahn zahlt sich wirtschaftlich, sozial und ökologisch mehrfach aus, wie die Studie zeigt. Rund 25 Milliarden Euro betragen die jährlichen Betriebskosten. Doch dem gegenüber steht eine volkswirtschaftliche Wertschöpfung von rund 75 Milliarden. Diese Bilanz zeigt: Investitionen in den ÖPNV zahlen sich mehrfach aus – für gute Arbeit, Umwelt und Lebensqualität.

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Rüstungscluster Niedersachsen

Vom VW-Land zum Rüstungscluster

Werden im Volkswagenwerk in Osnabrück künftig smarte Busse für den öffentlichen Verkehr oder Drohnen, Panzerwagen oder Raketen gebaut?
Angesichts der Profiterwartungen der Eigentümer, der Taten- und Ideenlosigkeit des Managements und der Absatzkrise der Autoindustrie hoffen viele der noch etwa 2.000 Arbeiterinnen und Arbeiter auf ein Wunder.

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Autoindustrie: Kein Grund zu jammern!

Volkswagen kündigt weiteren drastischen Stellenabbau an. Gleichzeitig schüttet der Konzern Milliarden an seine Aktionäre aus. Der Widerspruch verweist auf die tiefe Krise der Autoindustrie – und auf fragwürdige Auswege.

Das Ende des aggressiven Exports könnte Ausgangspunkt für ein grundsätzliches Umdenken, ein Reset unserer Gesellschaft sein, weil es definitiv so wie bisher nicht weitergehen wird: Wie und wofür wollen wir leben und arbeiten? Die eigentliche Herausforderung besteht darin, den gesellschaftlichen Wandel zum öffentlichen Verkehr mit neuen Mobilitätsangeboten in den urbanen Zentren und den ländlichen Räumen zu gestalten.

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Großes Drama im VW-Konzern: Nur sieben Milliarden Euro Profit in 2025

Oliver Blume: Das bisherige Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr.

Presse, Funk und Fernsehen sowie der Betriebsrat als Lautsprecher des Vorstandes und der Aktionäre. Wo bleiben Maß und Mitte, wo bleibt der volkswirtschaftliche Verstand, wo bleiben die Erkenntnis vom Interessengegensatz von Kapital und Arbeit?

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Volkswagen: Betriebsratsvorsitzende auf Abwegen

Der Porsche-Piëch-Clan „liebäugelt“ mit der Rüstungsindustrie. Das Management von Volkswagen überlegt auftragsgemäß, im Werk in Osnabrück künftig Militärfahrzeuge zu bauen – auch Betriebsratschefin Daniela Cavallo sieht darin eine Option, um das Werk zu sichern.

Rüstung sichert gar nix – außer Profite des Porsche-Piëch-Clan.

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VW: Erst Lohnverzicht, dann Arbeitsplätze weg

Eine nüchterne Börsen-Mitteilung des VW-Konzerns: „Auf Basis vorläufiger Zahlen hat die Volkswagen AG im Geschäftsjahr 2025 im Konzernbereich Automobile einen Netto-Cashflow in Höhe von rund 6 Milliarden Euro erzielt (2024: 5,0 Milliarden Euro). … Damit liegen die vorläufigen Kennzahlen wesentlich oberhalb der von der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2025 erwarteten Werte von rund 0 Milliarden Euro.“ Der VW-Konzern steigert 2025 den Umsatz auf 320 Milliarden Euro und verbucht Gewinnrücklagen von fast 160 Milliarden Euro. Er wird das Jahr 2025 mit einem Überschuss von ca. sieben Milliarden Euro abschließen. Das macht gut 10.000 Euro pro Arbeiterin und Arbeiter im weltweiten Konzern.

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Zeitenwende in der Arbeitswelt!

Für fast 1.560 Milliarden Euro wurden 2025 Güter aus Deutschland exportiert und der deutsche Exportüberschuss beträgt immer noch mehr als 200 Milliarden Euro. Allein die Autoindustrie ist daran mit einem Export von 255 Milliarden Euro und einem Exportüberschuss von 110 Milliarden Euro beteiligt1. Derweil wächst der Reichtum in unserem Land: 256 Milliardär*innen leben heute mit zusammen rund 700 Milliarden Euro Vermögen in Deutschland – fast doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren2. Das private Geldvermögen ist, sehr ungleich verteilt, auf insgesamt 10 Billionen Euro gestiegen. Gleichzeitig lebt jede fünfte Person in Armut.

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