Volkswagen: Vom Weihnachtswunder zum Bonus-Wunder

Süßer die Kassen nie klingen – für die Aktionäre

Eine nüchterne Ad-hoc-Mitteilung des Volkswagen-Konzerns für die Finanzmärkte: „Auf Basis vorläufiger Zahlen hat die Volkswagen AG im Geschäftsjahr 2025 im Konzernbereich Automobile einen Netto-Cashflow in Höhe von rund 6 Milliarden Euro erzielt (2024: 5,0 Milliarden Euro). Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile stieg in der Folge zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 auf mehr als 34 Milliarden Euro (30. September 2025: 31,0 Milliarden Euro). Damit liegen beide vorläufigen Kennzahlen wesentlich oberhalb der von der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2025 erwarteten Werte von rund 0 Milliarden Euro für den Netto- Cashflow.1

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Vergesellschaftung statt Sozialabbau, Hochrüstung und Krieg

Das Jahr 2026 wird turbulent und für viele Menschen sicher dramatisch. Selbst ein großer Krieg ist nicht ausgeschlossen angesichts der Drohungen von Trump, der Kriegspolitik von Putin und anderen. Rüstung und Krieg bedrohen weltweit den Frieden, die sozialen Rechte der Menschen und die Umwelt. Den Arbeiterinnen und Arbeiter auch in Deutschland geht es an den Kragen bzw. an die Löhne und an die Jobs, an die soziale und damit auch an die physische Existenz.

Die absurde Debatte um Krankschreibungen und die Auflösung des 8-Stunden-Tages macht die Dimensionen deutlich. Die deutschen Leit- und Exportindustrien Auto, Stahl, Werkzeugbau und Chemie sind rasant auf Talfahrt. Jeden Monat werden 10.000 Arbeitsplätze in der Industrie in Billiglohnländer verlagert oder vernichtet.

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Kein Land in Sicht – die Autoindustrie in Deutschland

Das völkerrechtlich verbindliche Pariser Klimaziel einer maximalen Erderwärmung von 1,5 Grad durch menschliches Handeln ist 10 Jahre nach der Unterzeichnung unerreichbar. Deutschland hat – wie andere Industrieländer – seine Ziele nicht erreicht. Eine Ursache dafür sind die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr, die nicht reduziert wurden. Durch die Modellpolitik der Autokonzerne mit großen und schweren Fahrzeugen haben sich die spezifischen Emissionen vieler Autos erhöht.

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Mobilität in Deutschland

Ergebnisse und kurze Bewertung einer Studie im Auftrage der Bundesregierung.

Die unheilige und undemokratische Allianz von Bundesregierung und Automobilindustrie. Und die Unterfinanzierung von öffentlichem Verkehr.

Die Bundesregierung gibt vor, Mobilität nach den Bedürfnissen der Menschen zu ermöglichen. Wäre das tatsächlich so, müsste der ÖPNV massiv ausgebaut werden. Denn: Überall, wo es guten ÖPNV gibt, verzichten die Menschen auf ein Auto.

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Volkswagen in Osnabrück: Konversion falsch herum?

Der Absatz von PKWs in Deutschland ist stark rückläufig. Gut so, könnte man sagen: Es werden viel zu viele Autos gebaut. Mit dem Niedergang der Inlandsproduktion – die sank von 2017 bis 2025 um gut 35 Prozent – verschwinden zehntausende Arbeitsplätze. Das hat, wenn es keine Alternativen gibt, dramatische soziale, ökonomische und politischen Konsequenzen. Die Probleme der europäischen Autoindustrie sind schnell benannt: Technologisch weit hinter China, das Ende des neoliberalen Freihandels, falsche Modellpolitik, selbst geschaffene Überkapazitäten, eine blockierte Verkehrswende und keine strategische Industriepolitik seit vielen Jahren. Wir müssen uns klarmachen: Ab jetzt geht es nur noch abwärts mit der Autoindustrie in diesem Land.

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Ausweg aus der Autokrise: Pläne für die Zukunft der Fahrzeugindustrie

Es geht nicht nur anders, es fährt sich auch anders!

Der motorisierte Individualverkehr ist für einen großen Teil der Emissionen von Treibhausgas, Mikroplastik, Lärm und Stickoxiden verantwortlich. Schon in den 1990er Jahren forderten Umweltverbände und Gewerkschaft ein „Umsteuern, bevor es zu spät ist“.

Die IG Metall entwickelte konkrete Vorschläge: „Unser Ziel ist ein humanes, umweltverträgliches und effizientes Verkehrssystem. Das heute dominierende Auto muss als Bestandteil des integrierten Gesamtverkehrs neu konzipiert werden.“1 Anstelle des seit Jahrzehnten überfälligen sozial-ökologischen Umbaus der Autoindustrie hat ein Ausbau stattgefunden, ohne demokratische Legitimation, mit Milliarden-Subventionen: Die Produktion und der Export wurden massiv ausgeweitet, es wurde kein integriertes Verkehrssystem geschaffen, der Ausbau des ÖPNV hinkt weit hinter Bedarf und Notwendigkeit hinterher.

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Volkswagen: Verlust oder Gewinn?

VW Quartalsbilanz – Papier ist geduldig: Eine Milliarde Verlust im 3. Ouartal, 3,4 Milliarden Gewinn in den drei Quartalen 2025?

Im 3. Quartal schreibt Volkswagen ein Minus von einer Milliarde Euro in die Konzernbilanz. Ursächlich sind der Absatzrückgang in Europa, entgangene Umsätze von zwei Milliarden Euro bei Porsche sowie die trumpschen US-Zölle. Der Umsatz in den USA sank um fünf Milliarden Euro. Der Spiegel schreibt: „Die VW-Tochter (Porsche) leidet unter Milliardenkosten für den jüngsten Strategie-Schwenk zur Verbrenner-Verlängerung.“ Tagesschau: „Insgesamt brach der VW-Gewinn in den ersten neun Monaten um mehr als 60 Prozent ein – von 8,8 auf 3,4 Milliarden Euro. … Diese positiven Signale kommen an der Börse gut an.“ Der Absatz und der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2025 liegen auf Vorjahresniveau, das „operative Ergebnis“ betrug 5,4 Mrd. €, der Profit nach Steuern 3,4 Mrd. Euro. Es wird am Jahresende keinen Verlust geben, sondern einen Milliardengewinn.

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Autogipfel: Die Geisterfahrer

Regierung und Autokonzerne führen die Industrie ins Abseits. Gleichzeitig erhöhen sie den Druck auf Beschäftige

Der Kanzler hat am 9. Oktober zum „Automobildialog“ ins Kanzleramt eingeladen. Ziel ist, „zentrale Herausforderungen der Branche zu diskutieren und mögliche Gegenmaßnahmen auf den Weg zu bringen“, also die Branche in der globalen Konkurrenz zu stärken. Es war wohl gefühlt der hundertste Autogipfel. Das halbe Kabinett und die Chefs der Autoindustrie einschließlich des VDA berieten über die gut prognostizierte und nicht mehr übersehbare Krise der Branche.

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Vier Millionen Erwerbslose – Höchste Zeit für Arbeitszeitverkürzung!

Bosch, Volkswagen, Lufthansa – die Schreckensmeldungen nehmen kein Ende. Die Arbeitgeber und ihre Verbände, der Porsche-Piëch-Clan, Klaus-Michael Kühne und BlackRock von Friedrich Merz führen Klassenkampf von oben. Überall wird gegen Personal- und Sozialabbau gekämpft – aber nicht gemeinsam. Das muss sich jetzt ändern!

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Gruß an die noIAA-Demo

Hallo liebe Leute bei der noIAA-Demo hier in München!

Ich grüße Euch als langjähriger Automobilarbeiter bei VW in Wolfsburg, als damaliges Mitglied des Betriebsrates und als aktiver Gewerkschafter!

Kann das sein:

Ein Autoarbeiter begrüßt die laute und öffentliche Kritik an der Autogesellschaft?

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