Volkswagen auf dem Weg zur Rüstungsschmiede

Vorbericht zur Aktionärsversammlung am 18. Juni 2026

Der Aktienkurs im Keller, die Werke dramatisch unterausgelastet, der Absatz in China weggebrochen, in den USA abgestürzt und in Europa knapp gehalten. Aber: 322 Milliarden Euro Umsatz, mehr als 27 Milliarden Euro in die Gewinnrücklage gesteckt, 7,5 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern ausgewiesen, 5,20 Euro Dividende pro Aktie, rund eine Milliarde Euro für die Familien Porsche und Piëch. Der Vorstandsvorsitzende Blume kassiert 7,5 Millionen Euro, selbst der geschasste Personalvorstand Kilian bekommt noch 2,1 Millionen und der gesamte Vorstand zusammen über 40 Millionen Euro.

Bei Dividenden für die Porsches und Piëchs, bei den Gehältern für die Manager kann von Krise keine Rede sein. Ganz anders bei den Arbeiter*innen und Kommunen, die um Jobs und um die Standorte fürchten, die mit Arbeitszeitverlängerung, vorenthaltenem Lohn und geringerem Steueraufkommen in den Kommunen für den Reichtum der Eigentümer aufkommen.

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Krise in der Autoindustrie – Herausforderung für Linke und Gewerkschaften

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“ – das wird dem US-Milliardär Warren Buffet zugeschrieben, gelegentlich mit der Ergänzung „Das sollte sie nicht“.

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Union-Busting und Rassismus bei Mercedes-Benz auch in USA

Wie Mercedes-Benz gegen Gesetze und eigene Prinzipien verstößt, warum Behörden ermitteln – und was sich jetzt ändern muss. Worte und Taten bei Mercedes-Benz: Was wäre eine Autofabrik ohne Arbeiterinnen und Arbeiter?

Eine Armee von gewerkschaftsfeindlichen Beratern und ein Team von internen Vollstreckern wurde von Mercedes mit 650.000 Dollar belohnt. Eine Analyse des Verhaltens des Unternehmens in Alabama ergab, dass es auch gegen internationales Arbeitsrecht verstoßen hat. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in den deutschen Werken von Mercedes werden die nächsten sein, wenn das Drehbuch aus Alabam und New York für Sindelfingen, Rastatt und Bremen ausgerollt wird.

Ein Whitepaper der UAW, der Gewerkschaft der Arbeiterinnen und Arbeiter in der US-Autoindustrie.

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Autokrise trifft Kommunen und Mittelstand

Kommunen und Menschen in Not durch kapitalistische Misswirtschaft!

Heute: Bohai in Harzgerode. Weil Volkswagen als großer Abnehmer keine korrekten Preise zahlt und die Aufträge storniert, geht die Gießerei in Harzgerode insolvent? Minus 1.000 Arbeitsplätze bei etwas mehr als 7.000 Einwohner*innen – das rüttelt am Fundament dieser Kleinstadt.

Ein Arbeiter: „Wenn ein Riese wie Volkswagen sich in so einer kritischen Phase aus den Verhandlungen zurückzieht, wo bleibt da die soziale Verantwortung für die Menschen, die diesen Erfolg über Jahrzehnte erst möglich gemacht haben?“

Landrat und Bürgermeister: „Wir werden die Not von Harzgerode zurück nach Wolfsburg tragen, denn es geht um das Schicksal einer ganzen Region.“

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VW-Aufsichtsrat plant Kahlschlag

Das Management erfüllt die Aufträge der Eingentümer, die Grünen schauen zu und fallen der Klima- und Verkehrswendebewegung in den Rücken.

Die stellvertretende Regierungschefin von Niedersachsen, Julia Willie-Hamburg, geißelt beim grünen Landesparteitag am 25. April in Emden die Politik der Bundesregierung. Und sie kritisiert Pläne des VW-Managements, Standorte zu schließen: Es sei „aberwitzig darüber zu reden, hier in Niedersachsen solche Werke zu schließen“, sagt Hamburg mit Blick auf das Werk Emden. Da sie auch Aufsichtsratsmitglied bei VW ist, ist sie nicht unbeteiligt, sondern in solche Maßnahmen ganz konkret und persönlich involviert.

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Gegen die Wand!

Weil alles in die falsche Richtung läuft, steht die Autoindustrie in Deutschland vor dem Kollaps. Die Regierung und die IG Metall bauen auf Placebo, auf untaugliche Rezepte von Wachstum, Export und romantischer Sozialpartnerschaft.

Der Film „Gegen die Wand“ von Fathi Akin ist ein Drama und endet nicht gut. In einer ähnlich komplizierten und aussichtslosen Beziehung wie Cahit und Sibel befinden sich die Autoindustrie und die IG Metall.

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Arbeitszeitgesetz modernisieren? Ja bitte!

Dem Kapital, den Arbeitgeberverbänden und dem Kabinett geht es mit der Debatte um Verlängerung des 8-Stunden-Tages um mehr Macht über Menschen. Arbeitszeitverkürzung ist Freiheit und Selbstermächtigung

Die Bundesregierung und die Arbeitgeberverbände wollen das Arbeitszeitgesetz ändern bzw. flexibilisieren und den 8-Stunden-Tag abschaffen. Die Gewerkschaften kämpfen für den Erhalt des 8-Stunden-Tages. Der 8-Stunden-Tag gilt – mit Unterbrechung durch Hoichrüstung und Krieg in der Nazizeit von 1933 bis 1945 – seit der Novemberrevolution von 1918. Das Arbeitszeitgesetz wurde erst im Juni 1994 beschlossen und löste die seit 1924 gültige „Arbeitszeitordnung“ ab.

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Sind Uber, MOIA & Co. am Ende?

ÖPNV und Profit gehen nicht zusammen – Der öffentliche Verkehr gehört in die öffentliche Hand! MOIA stellt Betrieb in Hannover ein und reduziert stark in Hamburg.

Jeder Euro, der in Busse, Regionalzüge oder Straßenbahnen investiert wird, bringt der deutschen Volkswirtschaft einen Nutzen von drei Euro – so das Ergebnis einer Studie1. Dieses Geld schafft Jobs und sorgt für Umsätze anderswo. Rund 12 Milliarden Euro nehmen die Betriebe des ÖPNV pro Jahr an verkauften Fahrkarten ein. Jeder investierte Euro in Bus und Bahn zahlt sich wirtschaftlich, sozial und ökologisch mehrfach aus, wie die Studie zeigt. Rund 25 Milliarden Euro betragen die jährlichen Betriebskosten. Doch dem gegenüber steht eine volkswirtschaftliche Wertschöpfung von rund 75 Milliarden. Diese Bilanz zeigt: Investitionen in den ÖPNV zahlen sich mehrfach aus – für gute Arbeit, Umwelt und Lebensqualität.

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Rüstungscluster Niedersachsen

Vom VW-Land zum Rüstungscluster

Werden im Volkswagenwerk in Osnabrück künftig smarte Busse für den öffentlichen Verkehr oder Drohnen, Panzerwagen oder Raketen gebaut?
Angesichts der Profiterwartungen der Eigentümer, der Taten- und Ideenlosigkeit des Managements und der Absatzkrise der Autoindustrie hoffen viele der noch etwa 2.000 Arbeiterinnen und Arbeiter auf ein Wunder.

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Autoindustrie: Kein Grund zu jammern!

Volkswagen kündigt weiteren drastischen Stellenabbau an. Gleichzeitig schüttet der Konzern Milliarden an seine Aktionäre aus. Der Widerspruch verweist auf die tiefe Krise der Autoindustrie – und auf fragwürdige Auswege.

Das Ende des aggressiven Exports könnte Ausgangspunkt für ein grundsätzliches Umdenken, ein Reset unserer Gesellschaft sein, weil es definitiv so wie bisher nicht weitergehen wird: Wie und wofür wollen wir leben und arbeiten? Die eigentliche Herausforderung besteht darin, den gesellschaftlichen Wandel zum öffentlichen Verkehr mit neuen Mobilitätsangeboten in den urbanen Zentren und den ländlichen Räumen zu gestalten.

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