Volkswagen auf dem Weg zur Rüstungsschmiede

Vorbericht zur Aktionärsversammlung am 18. Juni 2026

Der Aktienkurs im Keller, die Werke dramatisch unterausgelastet, der Absatz in China weggebrochen, in der USA abgestürzt und in Europa knapp gehalten. Aber: 322 Milliarden Euro Umsatz, mehr als 27 Milliarden Euro in die Gewinnrücklage gesteckt, 7,5 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern ausgewiesen, 5,20 Euro Dividende pro Aktie, rund eine Milliarde Euro für die Familien Porsche und Piëch. Der Vorstandsvorsitzende Blume kassiert 7,5 Millionen Euro, selbst der geschasste Personalvorstand Kilian bekommt noch 2,1 Millionen und der gesamte Vorstand zusammen über 40 Millionen Euro.

Bei Dividenden für die Porsches und Piëchs, bei den Gehältern für die Manager kann von Krise keine Rede sein. Ganz anders bei den Arbeiter*innen und Kommunen, die um Jobs und um die Standorte fürchten, die mit Arbeitszeitverlängerung, vorenthaltenem Lohn und geringerem Steueraufkommen in den Kommunen für den Reichtum der Eigentümer aufkommen.

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Volkswagen in Osnabrück: Konversion falsch herum?

Der Absatz von PKWs in Deutschland ist stark rückläufig. Gut so, könnte man sagen: Es werden viel zu viele Autos gebaut. Mit dem Niedergang der Inlandsproduktion – die sank von 2017 bis 2025 um gut 35 Prozent – verschwinden zehntausende Arbeitsplätze. Das hat, wenn es keine Alternativen gibt, dramatische soziale, ökonomische und politischen Konsequenzen. Die Probleme der europäischen Autoindustrie sind schnell benannt: Technologisch weit hinter China, das Ende des neoliberalen Freihandels, falsche Modellpolitik, selbst geschaffene Überkapazitäten, eine blockierte Verkehrswende und keine strategische Industriepolitik seit vielen Jahren. Wir müssen uns klarmachen: Ab jetzt geht es nur noch abwärts mit der Autoindustrie in diesem Land.

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