Eine nüchterne Börsen-Mitteilung des VW-Konzerns: „Auf Basis vorläufiger Zahlen hat die Volkswagen AG im Geschäftsjahr 2025 im Konzernbereich Automobile einen Netto-Cashflow in Höhe von rund 6 Milliarden Euro erzielt (2024: 5,0 Milliarden Euro). … Damit liegen die vorläufigen Kennzahlen wesentlich oberhalb der von der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2025 erwarteten Werte von rund 0 Milliarden Euro.“ Der VW-Konzern steigert 2025 den Umsatz auf 320 Milliarden Euro und verbucht Gewinnrücklagen von fast 160 Milliarden Euro. Er wird das Jahr 2025 mit einem Überschuss von ca. sieben Milliarden Euro abschließen. Das macht gut 10.000 Euro pro Arbeiterin und Arbeiter im weltweiten Konzern.
VW: Erst Lohnverzicht, dann Arbeitsplätze weg weiterlesenSchlagwort: Arbeitszeitverkürzung
Vergesellschaftung statt Sozialabbau, Hochrüstung und Krieg
Das Jahr 2026 wird turbulent und für viele Menschen sicher dramatisch. Selbst ein großer Krieg ist nicht ausgeschlossen angesichts der Drohungen von Trump, der Kriegspolitik von Putin und anderen. Rüstung und Krieg bedrohen weltweit den Frieden, die sozialen Rechte der Menschen und die Umwelt. Den Arbeiterinnen und Arbeiter auch in Deutschland geht es an den Kragen bzw. an die Löhne und an die Jobs, an die soziale und damit auch an die physische Existenz.
Die absurde Debatte um Krankschreibungen und die Auflösung des 8-Stunden-Tages macht die Dimensionen deutlich. Die deutschen Leit- und Exportindustrien Auto, Stahl, Werkzeugbau und Chemie sind rasant auf Talfahrt. Jeden Monat werden 10.000 Arbeitsplätze in der Industrie in Billiglohnländer verlagert oder vernichtet.
Vergesellschaftung statt Sozialabbau, Hochrüstung und Krieg weiterlesenVier Millionen Erwerbslose – Höchste Zeit für Arbeitszeitverkürzung!
Bosch, Volkswagen, Lufthansa – die Schreckensmeldungen nehmen kein Ende. Die Arbeitgeber und ihre Verbände, der Porsche-Piëch-Clan, Klaus-Michael Kühne und BlackRock von Friedrich Merz führen Klassenkampf von oben. Überall wird gegen Personal- und Sozialabbau gekämpft – aber nicht gemeinsam. Das muss sich jetzt ändern!
Vier Millionen Erwerbslose – Höchste Zeit für Arbeitszeitverkürzung! weiterlesenArbeitszeit ist Lebenszeit!
Verlängerte Arbeitstage sind ein Angriff auf die Selbstbestimmung jeder einzelnen Person. Die Gewerkschaften dürfen hier nicht zurückweichen.
Die Zeichen standen auf Arbeitszeitverkürzung, im Jahr 2024 war die Vier-Tage-Woche in aller Munde. Eine neue Runde im Jahrhundertkampf um Humanisierung der Arbeit, um Emanzipation von unselbständiger Arbeit, um Geschlechtergerechtigkeit und demokratische Beteiligung. Nach Ausrufung der »Zeitenwende« dreht sich der Wind. Im Kampf dagegen sind das Kapital, die Regierung und große Medien nicht zimperlich. Tägliche Arbeitszeiten von mehr als acht Stunden wären erforderlich, mit der Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance sei der Wohlstand nicht haltbar. Als der CDU-Generalsekretär in einer Talkrunde gefragt wird, wer länger arbeiten soll, fällt ihm außer Rentnern nicht viel ein. Und, so Linnemann, der Ausbau von Infrastruktur für Kinderbetreuung und Pflege könne zu einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen führen.
Arbeitszeit ist Lebenszeit! weiterlesenArbeitszeitdebatte: Komplett verrückt!
Vier Millionen Menschen sind erwerbslos, drei Millionen junge Leute sind ohne jede berufliche Qualifikation, große Konzerne kündigen Massenentlassungen und Werksschließungen an. Arbeiterinnen und Arbeiter ab 50. Lebensjahr sind besonders davon betroffen. Und der Regierung von Merz und Klingbeil, von CDU und SPD fällt nichts anderes ein, als die Arbeitszeit zu verlängern. Der CDU-General Linnemann will, dass die Rentner wieder an die Arbeit kommen und die IG Metall bläst den Kampf um die Vier-Tage-Woche ab. Es ist komplett verrückt.
Arbeitszeitdebatte: Komplett verrückt! weiterlesenDie Autoindustrie – eine soziale und ökologische Katastrophe
Weltweit werden jährlich ca. 70 Millionen PKW produziert, davon 13,5 Millionen (19 Prozent) von deutschen Herstellern im Inland (4 Mio.) und Ausland (9,5 Mio.). Fast 1,5 Milliarden Autos rollen über unseren Erdball, 95 Prozent davon mit Verbrennungsmotor. In Deutschland arbeiten 770.000 Menschen bei den großen Autokonzernen VW, Mercedes und BMW, bei Ford, Opel und Tesla, bei den großen Zulieferkonzernen Bosch, Conti und ZF und bei hunderten mittleren und kleinen Zulieferbetrieben. Es ist offensichtlich, dass es Überkapazitäten in der Autoindustrie und auch in der Zulieferindustrie vom Stahl bis zum Reifen gibt.
Die Autoindustrie – eine soziale und ökologische Katastrophe weiterlesenVW-Konzern hat große Gewinne gemacht!
Wolfsburger Konzern droht mit Massenentlassungen, Luxussparte gewinnbringend. Exbetriebsrat fordert Konversion.
Volkswagen hat 30.000 Massenentlassungen und Werksschließungen angekündigt, verbreitet Angst und Schrecken in Brüssel, Wolfsburg, Zwickau, Emden, Osnabrück, Dresden, Salzgitter und Chemnitz. Angst und Schrecken zu verbreiten ist Methode und Ziel der Kampagne von VW und der Presse in den jeweiligen Standorten. Aber es gibt Mut, Kampfesgeist und ein gutes Selbstbewusstsein der Arbeiterinnen und Arbeiter.
VW-Konzern hat große Gewinne gemacht! weiterlesenDie Vier-Tage-Woche als Transformationsprojekt
Angesichts von Vielfachkrise und Abwehrkämpfen mangelt es der Linken an Hoffnungsstiftern – dabei gäbe es breite Zustimmung für eine Arbeitszeitverkürzung.
Arbeit hat für die Menschheit und für jede*n Einzelne*n eine große Bedeutung. Dabei geht es längst nicht nur um Erwerbsarbeit, sondern auch um Nichterwerbsarbeit: die Fürsorge und Pflege von Angehörigen oder von Freund*innen, die ehrenamtliche Arbeit in der Gewerkschaft oder im Sportverein, die Arbeit an und in der Demokratie und vieles andere. Die Länge der Erwerbsarbeitszeit ist vor allem eine Machtfrage: Während der Arbeitszeit unterliegt der Arbeiter ebenso wie die Ingenieurin, die angestellte Ärztin ebenso wie der Journalist dem Direktionsrecht des Arbeitgebers. Je länger die Arbeitswoche, desto länger entscheiden die Kapitaleigentümer*innen und ihre Manager*innen über das Tun und Lassen der Menschen, desto länger leben diese nicht selbstbestimmt und desto höher ist der Profit, der aus der fremdbestimmten Arbeit gezogen wird. Und je länger der Arbeitstag, desto kürzer ist die eigene Zeit, desto geringer sind die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, der Bildung und Emanzipation sowie der gesellschaftlichen und politischen Partizipation. Entsprechend stehen Kämpfe um Zeit seit über 200 Jahren im Zentrum der politischen und gewerkschaftlichen Arbeiter*innenbewegung.
Die Vier-Tage-Woche als Transformationsprojekt weiterlesenEuropäisches Netzwerk für Arbeitszeitverkürzung
Institut Solidarische Moderne ISM koordiniert Initiativen in Deutschland.
Am 23.10.23 hat in London das Jahrestreffen unseres europäischen Netzwerks für Arbeitszeitverkürzung stattgefunden. Beherbergt wurden wir vom Autonomy Institute, dem linken think tank, der sich schon lange mit Arbeitszeitverkürzung befasst, u.a. den britischen Pilotversuch zur Vier-Tage-Woche begleitet und evaluiert hat und bei dem auch unsere Koordinatorin India Burgess angesiedelt ist, in einem co-working-house, in dem 15 linke Organisationen und Initiativen, u.a. die RLS London, selbstverwaltet arbeiten.
Europäisches Netzwerk für Arbeitszeitverkürzung weiterlesenGute Arbeit in der Transformation
Arbeitszeitverkürzung auf der Agenda, für Gesundheit, Gerechtigkeit und Demokratie, tariflich und gesetzlich!
Die Redaktion der Zeitschrift der SPD-Linken, SPW – Sozialistische Politik und Wirtschaft, hat mich eingeladen, einen Beitrag zum Schwerpunktheft „Gute Arbeit in Zeiten der Transformation“ zu leisten. Die Jungsozialist*innen in der SPD brachten auf ihrem im Juli 2023 in Bremen veranstalteten „Kongress der Arbeit“ ihr Grundverständnis zum Ausdruck, demnach Erwerbsarbeit einen wesentlichen Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und Selbstermächtigung darstellt. Arbeitszeitverkürzung, ein entschiedenes Vorgehen gegen die Ausbeutung von Frauen und migrantisierten Menschen, das Gelingen der Transformation der Wirtschaft und ihre Bedeutung für die Arbeitswelt sind wichtige Herausforderungen, denen sich dieser Kongress gewidmet hat. Mit dem vorliegenden Schwerpunkt möchten wir dazu beitragen, die Debatten rund um die Transformation stärker zu verknüpfen und damit fruchtbar für linke Politik zu machen.
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