Experten gegen Experten? Experten gegen Lobbyisten!

Autoindustrie in der Offensive? Unterstützung einiger Lungenärzte, Protest zehntausender Schülerinnen und Schüler!

Nach jahrelangem Betrug geht die Autoindustrie jetzt in die Offensive, will die in der EU gültigen und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geforderten Grenzwerte für Luftschadstoffe gar abschaffen bzw. erhöhen und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit und von öffentlichen Zuwendungen bestrafen. Volkswagen, BMW und Daimler wollen aus dem jahrzehntelangen Abgasbetrug noch Kapital schlagen. Oberlobbyist Verkehrsminister Scheuer freut sich „über die Versachlichung der Debatte“: „Wir brauchen eine ganzheitliche Sichtweise“, sagte er am Donnerstag (24.1.) im ARD-Morgenmagazin. „Wenn über 100 Wissenschaftler sich zusammenschließen, ist das schon einmal ein Signal.“ Ähnlich dümmlich bezeichnete er die Idee der von der Bundesregierung berufenen Kommission „Zukunft der Mobilität“, Geschwindigkeitsbegrenzungen von 130 km/h auf den Autobahnen einzuführen als „Gängelung“ und als „gegen jeden Menschenverstand gerichtet.“ Experten gegen Experten? Experten gegen Lobbyisten! weiterlesen

Hauptsache Arbeit? Abgasbetrug, Krise und die Folgen.

Die Autokrise ist unübersehbar, die Konkurrenz zerstört Lebensplanungen und Standorte: „Wir sind im Krieg“ – sagt der BMW-Boss.

Die „Umweltprämie“ ist eine Subventionierung und staatliche Maßnahme zur Absatzförderung, schleichende Entgeltreduzierung wird kombiniert mit unrealistisch geplanten drastischen Produktivitätssprüngen.

Was sind die Alternativen, welche Lösungen kann es für die
Beschäftigten geben? Die Kommission zur „Zukunft der Mobilität“ muss breiter und demokratischer zusammengesetzt werden.

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Wahlkampfunterstützung für Trump – Arbeitsplatzvernichtung in Niedersachsen

Die Personalkonzepte von Volkswagen nehmen langsam Gestalt an. In den Werken in Emden, Zwickau und Hannover sollen künftig nur noch Elektro-Autos gebaut werden. Verschiedene Medien berichten, dass in Emden und in Hannover 7.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen – immerhin ein Drittel der etwa 20.000 Beschäftigten in diesen beiden Werken. Nicht in diese Zahl eingerechnet sind wegfallenden Arbeitsplätze im VW-Werk in Zwickau. Völlig zu Recht hat der Betriebsrat jetzt sein Veto eingelegt, als das Unternehmen  ein neues Werk in Südosteuropa errichten wollte.

Aber es mutet schon seltsam an, wenn der VW-Konzern gleichzeitig den Wahlkampf und die die Regierung des irren Trump in den USA sponsert: Wahlkampfunterstützung für Trump – Arbeitsplatzvernichtung in Niedersachsen weiterlesen

Volkswagen: Ein neuerlicher Einschnitt bei den Mitarbeitern ist unvermeidlich?

Alles nur eine „Programmoptimierung“? Profite sollen rauf, Kosten und Personal sollen runter!

Ein neuerlicher Einschnitt bei den Mitarbeitern ist unvermeidlich – wenn es nach den Eigentümern und nach den Managern geht.

Der Kernmarke des Volkswagenkonzerns ist ein weiteres umfassendes Sparprogramm verordnet worden. Das machte der operative Chef des Unternehmens, Ralf Brandstätter, beim Pressegespräch am 6. Dezember in Wolfsburg deutlich. Volkswagen: Ein neuerlicher Einschnitt bei den Mitarbeitern ist unvermeidlich? weiterlesen

Am Pranger: Die Deutsche Umwelthilfe

Seitdem die Deutsche Umwelthilfe Fahrverbote vor Gericht durchsetzt, sieht sie sich öffentlichen Angriffen ausgesetzt. Dabei müsste die Autoindustrie angeklagt werden!

Ich bin ja für Klimaschutz, aber … hört man allenthalben als Ouvertüre für den lauten Protest deutscher Klein- und Spießbürger: nicht gegen den Abgasbetrug und die Kartellabsprachen der deutschen Automobilindustrie, die zu Lasten der Kundinnen und Kunden ging, nicht gegen die Profiteure dieses systematischen Betruges, nicht gegen die mafiösen Strukturen, die dahinter stecken, nicht gegen die Großaktionäre, die Porsches, Piëchs, Quandts, Klattens und die Scheichs von Katar und Kuwait. Nein, sie krakeelen gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Am Pranger: Die Deutsche Umwelthilfe weiterlesen

Menetekel an der Wand: Absatzeinbruch in der Autoindustrie

Die Produktion und der Absatz von Autos in und aus Deutschland auf der schiefen Ebene – im Jahresverlauf abwärts mit steigendem Tempo. Der Abgasbetrug, der Handelskrieg von Trump gegen den Rest der Welt, die Unsicherheiten in der Türkei, veränderte Mobilitätsbedürfnisse und, so die Meldung von Volkswagen an seine Aktionäre, „die Verunsicherung der Kunden in China“ sind ursächlich für die drastischen Absatzeinbrüche. Vor lauter Verzweiflung investieren die Autokonzerne Milliarden Euro in Elektro-Tretroller, in E-Bikes, in „neue Geschäftsmodelle“ und in „autonomes fahren“ oder in pure Luxusschlitten mit über 1.000 PS, um ein Stück vom Kuchen abzukriegen – völlig unklar, ob diesen Kuchen überhaupt jemand essen wird. Die Preise der neuen Produkte bewegen sich im Preissegment von Kleinwagen – das Leasingangebot an die eigenen Beschäftigten wird kaum ausreichen, die Investitionen wieder einzuspielen.

Das Kraftfahrtbundesamt meldet im Oktober die Zahlen, die den Absturz deutlich machen: Menetekel an der Wand: Absatzeinbruch in der Autoindustrie weiterlesen

Wie Hundekacke am Schuh: Volkswagen und der Abgasbetrug

Warum wird Volkswagen den Abgasbetrug nicht los? Und wieso wurde der Audi-Boss Stadler gedemütigt?

Etwas, was passiert ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden. Aber warum klebt der Abgasbetrug an Volkswagen wie Hundekacke am Schuh und stinkt vor sich hin?

Rückhaltlose Aufklärung und volle Transparenz hatten die drei Vorstandsbosse und der Aufsichtsratschef seit dem Aufliegen des millionenfachen Betruges im September 2015 versprochen. Pötsch, Winterkorn, Müller und Diess. Und was ist seither passiert? Wie Hundekacke am Schuh: Volkswagen und der Abgasbetrug weiterlesen

Wie wollen wir leben und mobil sein?

80.000 Euro für ein Elektroauto?

Sand ins Getriebe der Konzernplanung für autogerechte Menschen und Städte – Für das Recht auf Mobilität für alle!

Die Partnerstadt von Leverkusen in der Volksrepublik China heißt Wuxi. Es ist eine 6-Millionen-Metropole in 45 Hochgeschwindigkeitsminuten von Shanghai entfernt. Sie ist das Mekka derjenigen, die das „autonome fahren“ für das Nonplusultra der automobilen Zukunft halten.  Wuxi ist eine Modellstadt der Zentralregierung in Beijing zur Entwicklung von effizienten Verkehrssystemen. Audi, Siemens und Bosch sind dort längst mit Niederlassungen vertreten und machen sich die großzügige Bildungslandschaft zu nutze. „Audi erfindet das fahren neu“ (Handelsblatt, 2./3./4. November 2018) und schickt in der chinesischen Großstadt Autos auf die Straße, die nur noch von Computern gesteuert werden. Wie wollen wir leben und mobil sein? weiterlesen

Trend zum Einwegauto?

VW will moderne Diesel-Pkw verschrotten, um neue Autos zu verkaufen. Die Frechheit ist größer als die Not – aber der Ruf ist ruiniert. Ein Feldzug gegen das Auto?

Der Autoabsatz ist drastisch eingebrochen, die Produktion bei Ford, Opel und Volkswagen wird reduziert, Personalabbau, Kurzarbeit und „verlängerte Ferien“ sind die Zeichen der Krise. Die Fertigung wird in weltweiten „Produktionsnetzwerken“ verteilt, um Beschäftigung irgendwie zu halten; so wird jetzt z.B. im Wolfsburger Stammwerk ein Modell von SEAT produziert. Beschäftigte werden unter Druck gesetzt, in andere Standorte zu wechseln, wo es doch auch keine Perspektive gibt.

Bei VW sanken die Verkaufszahlen im September in Westeuropa um 40 Prozent. Das ist das Ergebnis des Abgasbetruges,  von Marktsättigung, von mörderischer Konkurrenz in einem nicht mehr wachsenden Markt und das absehbare Ende des Autos als individuelles Verkehrsmittel mit Verbrennungsmotor. Trend zum Einwegauto? weiterlesen

Perspektiven der Mobilität: Der Beginn einer Debatte

Gewerkschafter aus der Autoindustrie, Bahnbeschäftigte, Umweltschützer und Globalisierungskritiker diskutieren über Perspektiven der Mobilität. hier der Start aus dem Jahr 2010 – Aktuell wie heut: ausser, dass die unternehmen in den letzten jahren riesige profite eingefahren haben und dass die krise sich jetzt zuspitzt, ist die situaiton heute sehr ähnlich. dehalb lohnt ein blick zurück.

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