E-Autos: Quer zur Energie- und Mobilitätswende!

Im ersten Halbjahr 2020 wurden 30.000 E-Autos meist als Dienst- und Behördenfahrzeuge angemeldet. Die Werbeabteilungen der Autoindustrie jubeln. In Deutschland gibt es kaum mehr als 250.000 E-Autos unter den 50 Millionen PKW. Das Ziel, eine Millionen auf die Straße zu bringen, wurde trotz Regierungskommissionen (NPE und NPM), trotz „Schaufenster Elektromobilität“, öffentlicher Beschaffungsprogramme und Milliarden Subventionen grandios verfehlt. E-Autos: Quer zur Energie- und Mobilitätswende! weiterlesen

Autokrise: Produktion für die Halde?

Die Autoindustrie hierzulande steckt in der tiefsten Krise seit 70 Jahren. Zulieferer stehen vor Pleitewelle

Ein Drittel weniger Pkw wurden im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland zugelassen, bei Opel-Fahrzeugen weniger als 50 Prozent. Die Produktion sank branchenweit um 40 Prozent. Das ist der stärkste Einbruch seit 70 Jahren – liegt aber in gewisser Weise im Trend: In den Jahren 2018 und 2019 sank die Inlandsproduktion schon jeweils um fast zehn Prozent. Der Absatz wird fast ausschließlich von der Volksrepublik China getragen – in allen anderen Märkten geht es teils steil bergab. In vielen Ländern, so z. B. in Brasilien, gibt es Massenentlassungen und Betriebsschließungen im Automobilsektor. Autokrise: Produktion für die Halde? weiterlesen

#ArbeitFairTeilen: Nichts kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist.

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Serpil Midyatli fordert die 30-Stunden-Woche1, die Co-Vorsitzende der Linken Katja Kipping spricht sich für die Vier-Tage-Woche aus2. Bei den Klimaaktionen der jüngsten Zeit ging es immer wieder auch darum, nachhaltiger zu produzieren, schädliche Produktion zu minimieren und so mehr Zeit zu gewinnen für Umwelt- und Naturschutz, für Engagement in der Gesellschaft. Wissenschaftler*innen fordern eine Verlängerung des Wochenendes auf drei bis vier Tage3. #ArbeitFairTeilen: Nichts kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist. weiterlesen

Die Autoindustrie vor und nach „Corona“: Konversion statt Rezepte von gestern!

Die Betriebe der Auto- und Zulieferindustrie haben nach einer längeren Pause angekündigt, die Produktion wieder hoch zu fahren. Abgesehen davon, dass das in der Pandemie unabsehbare Gefahren beinhaltet, besteht die längerfristige Herausforderung darin, anders zu produzieren und zu arbeiten als vor der Pandemie. So kann es nur heißen: Konversion statt Rezepte von gestern! Die Autoindustrie vor und nach „Corona“: Konversion statt Rezepte von gestern! weiterlesen

Feine Gesellschaft

Razzia beim Automobilzulieferer Continental wegen VW-Abgasbetrug

Staatsanwaltschaft und Polizei hatten am 1. Juli Büros der Continental AG in Hannover, Frankfurt am Main und Regensburg durchsucht. Hintergrund der Razzien ist der Abgasbetrug bei Volkswagen. Die Staatsanwälte verdächtigen Continental, stärker an der Entwicklung der illegalen Abschaltvorrichtung bei Verbrennungsmotoren beteiligt gewesen zu sein, als angenommen. Feine Gesellschaft weiterlesen

Autokorrektur – eine Branche hat sich verfahren!

Autoindustrie – too big to fail? Und was macht die Gewerkschaft?

Zu Recht steht die Autoindustrie in der öffentlichen Kritik. Ihr hoher Exportanteil führt zur Verschuldung anderer Länder. Rohstoffe werden unter teils menschenverachtenden und die Natur zerstörenden Bedingungen produziert. Der Verbrauch fossiler Brennstoffe trägt zur Aufheizung des Klimas bei. Die steuerliche und landschaftsplanerische Privilegierung der Autoindustrie geht einher mit einer Missachtung öffentlicher Mobilitätsangebote. Die hohen Profite aus der Autoindustrie werden privatisiert und bei wenigen Reichen konzentriert. Gleichzeitig sei die Autoindustrie von Niedersachsen bis Niederbayern der wichtigste Arbeitgeber und Steuerzahler. Wie kann unter diesen Bedingungen ein Ausgleich von ökonomischer, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit im Umbau der Mobilität in Deutschland gelingen? Autokorrektur – eine Branche hat sich verfahren! weiterlesen

Mobilitätswende statt Abwrackprämie!

Aus Protest gegen die drohenden Subventionen für die Autoindustrie sind in den letzten Wochen tausende Menschen auf die Straße gegangen. Die Aktionen standen unter dem Motto „Keine Kohle für Klimakiller! Mobilitätswende statt Abwrackprämie!“. Die Kritik an der Autoindustrie und der regelmäßigen direkten und indirekten Subventionierung gibt es schon viel länger. Ein Höhepunkt waren die Proteste gegen die IAA 2019 und die Obszönitäten, die dort ausgestellt wurden, für die dort geworben wurde: Sand im Getriebe! Mobilitätswende statt Abwrackprämie! weiterlesen

Klimaschutz oder Industriearbeit – ein antagonistischer Widerspruch?

Bearbeitung eines meines Erachtens auflösbaren Widerspruchs – wenn ganzheitliche Konzepte entwickelt werden, wenn die Erreichung der Klimaziele über Organisationsegoismus und Machfragen gestellt werden, wenn die Frage nach Verfügung und Eigentum angegangen wird. Eine Kontroverse mit der IG Metall. Oder: warum die IG Metall nicht richtig liegt, wenn sie dagegen zu Felde zieht, dass es keine Abwrackprämie für Autos mit Verbrennermotor gibt.

Nachsehenswert ein Gespräch zwischen Kai Burmeister von der IG Metall in Baden-Württemberg, Jessica Tatti (MdB Die LINKE) und mir als ehemaligem Betriebsrat bei VW und Koordinator des RLS-Gesprächskreises der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu Zukunft Auto, Umwelt und Mobilität. Klimaschutz oder Industriearbeit – ein antagonistischer Widerspruch? weiterlesen

In der Pandemie: Ein neuer Angriff auf die Arbeitszeit

Unternehmen nutzen die Pandemie und die damit erlassenen Ausnahmeregelungen, um maximale Flexibilisierung, eine neue Fabrik- und Arbeitsorganisation durchzusetzen sowie das Arbeitszeitgesetz dauerhaft aufzuweichen.

Dazu lohnt ein Blick ins Gesetz und in die „Verordnung zu Abweichungen vom Arbeitszeitgesetz infolge der COVID-19-Epidemie (COVID-19-Arbeitszeitverordnung – COVID-19-ArbZV)“. In der Pandemie: Ein neuer Angriff auf die Arbeitszeit weiterlesen