Eine nüchterne Börsen-Mitteilung des VW-Konzerns: „Auf Basis vorläufiger Zahlen hat die Volkswagen AG im Geschäftsjahr 2025 im Konzernbereich Automobile einen Netto-Cashflow in Höhe von rund 6 Milliarden Euro erzielt (2024: 5,0 Milliarden Euro). … Damit liegen die vorläufigen Kennzahlen wesentlich oberhalb der von der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2025 erwarteten Werte von rund 0 Milliarden Euro.“ Der VW-Konzern steigert 2025 den Umsatz auf 320 Milliarden Euro und verbucht Gewinnrücklagen von fast 160 Milliarden Euro. Er wird das Jahr 2025 mit einem Überschuss von ca. sieben Milliarden Euro abschließen. Das macht gut 10.000 Euro pro Arbeiterin und Arbeiter im weltweiten Konzern.
VW: Erst Lohnverzicht, dann Arbeitsplätze weg weiterlesenKategorie: Volkswagen – Geschichte und Bedeutung des Unternehmens
Zeitenwende in der Arbeitswelt!
Für fast 1.560 Milliarden Euro wurden 2025 Güter aus Deutschland exportiert und der deutsche Exportüberschuss beträgt immer noch mehr als 200 Milliarden Euro. Allein die Autoindustrie ist daran mit einem Export von 255 Milliarden Euro und einem Exportüberschuss von 110 Milliarden Euro beteiligt1. Derweil wächst der Reichtum in unserem Land: 256 Milliardär*innen leben heute mit zusammen rund 700 Milliarden Euro Vermögen in Deutschland – fast doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren2. Das private Geldvermögen ist, sehr ungleich verteilt, auf insgesamt 10 Billionen Euro gestiegen. Gleichzeitig lebt jede fünfte Person in Armut.
Zeitenwende in der Arbeitswelt! weiterlesenVolkswagen: Vom Weihnachtswunder zum Bonus-Wunder
Süßer die Kassen nie klingen – für die Aktionäre
Eine nüchterne Ad-hoc-Mitteilung des Volkswagen-Konzerns für die Finanzmärkte: „Auf Basis vorläufiger Zahlen hat die Volkswagen AG im Geschäftsjahr 2025 im Konzernbereich Automobile einen Netto-Cashflow in Höhe von rund 6 Milliarden Euro erzielt (2024: 5,0 Milliarden Euro). Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile stieg in der Folge zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 auf mehr als 34 Milliarden Euro (30. September 2025: 31,0 Milliarden Euro). Damit liegen beide vorläufigen Kennzahlen wesentlich oberhalb der von der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2025 erwarteten Werte von rund 0 Milliarden Euro für den Netto- Cashflow.1“
Volkswagen: Vom Weihnachtswunder zum Bonus-Wunder weiterlesenVolkswagen in Osnabrück: Konversion falsch herum?
Der Absatz von PKWs in Deutschland ist stark rückläufig. Gut so, könnte man sagen: Es werden viel zu viele Autos gebaut. Mit dem Niedergang der Inlandsproduktion – die sank von 2017 bis 2025 um gut 35 Prozent – verschwinden zehntausende Arbeitsplätze. Das hat, wenn es keine Alternativen gibt, dramatische soziale, ökonomische und politischen Konsequenzen. Die Probleme der europäischen Autoindustrie sind schnell benannt: Technologisch weit hinter China, das Ende des neoliberalen Freihandels, falsche Modellpolitik, selbst geschaffene Überkapazitäten, eine blockierte Verkehrswende und keine strategische Industriepolitik seit vielen Jahren. Wir müssen uns klarmachen: Ab jetzt geht es nur noch abwärts mit der Autoindustrie in diesem Land.
Volkswagen in Osnabrück: Konversion falsch herum? weiterlesenVolkswagen: Verlust oder Gewinn?
VW Quartalsbilanz – Papier ist geduldig: Eine Milliarde Verlust im 3. Ouartal, 3,4 Milliarden Gewinn in den drei Quartalen 2025?
Im 3. Quartal schreibt Volkswagen ein Minus von einer Milliarde Euro in die Konzernbilanz. Ursächlich sind der Absatzrückgang in Europa, entgangene Umsätze von zwei Milliarden Euro bei Porsche sowie die trumpschen US-Zölle. Der Umsatz in den USA sank um fünf Milliarden Euro. Der Spiegel schreibt: „Die VW-Tochter (Porsche) leidet unter Milliardenkosten für den jüngsten Strategie-Schwenk zur Verbrenner-Verlängerung.“ Tagesschau: „Insgesamt brach der VW-Gewinn in den ersten neun Monaten um mehr als 60 Prozent ein – von 8,8 auf 3,4 Milliarden Euro. … Diese positiven Signale kommen an der Börse gut an.“ Der Absatz und der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2025 liegen auf Vorjahresniveau, das „operative Ergebnis“ betrug 5,4 Mrd. €, der Profit nach Steuern 3,4 Mrd. Euro. Es wird am Jahresende keinen Verlust geben, sondern einen Milliardengewinn.
Volkswagen: Verlust oder Gewinn? weiterlesenPanzer statt Porsche? Ein NEIN genügt nicht!
Was geschieht mit der VW-Fabrik in Osnabrück?
Absatzkrise bei Volkswagen verbunden mit der Androhung von Massenentlassungen und drei Werksschließungen. Ein Tabubruch, weil in der VW-Satzung und im VW-Gesetz festgelegt ist, dass der Aufsichtsrat der „Errichtung und Aufhebung von Zweigniederlassungen“ zustimmen muss. Im Ergebnis von Protesten und Verhandlungen mit der IG Metall wurde im Dezember 2024 für alle Standorte außer Dresden und Osnabrück der Ausschluss betriebsbedingter Entlassungen bis 2030 zugesagt. Für das Werk in Osnabrück gibt es Produktionszusagen nur bis September 2027. Rheinmetall hat ein Auge auf die Fabrik geworfen und der Porsche-Piëch-Clan will mit Rüstungsproduktion höhere Profite realisieren als in der schwächelnden Autoindustrie.
Aber es genügt nicht, laut und deutlich NEIN zu sagen – wenngleich das natürlich der Beginn sein muss. Es müssen auch Alternativen für die Produktion von Porsche und Panzer her. Die Arbeiterinnen und Arbeiter haben ein Recht auf soziale Sicherheit. Volkswagen hat nicht das Recht, das Werk und die Arbeiterinnen und Arbeiter einfach zu verstoßen. Und Volkswagen hat bei seiner mörderischen Geschichte schon gar kein Recht, wieder Fahrzeuge für den Krieg zu bauen und am Krieg Geld zu verdienen. Schon gar nicht in der Friedensstadt Osnabrück.
Es braucht eine Perspektive für die Arbeiterinnen und Arbeiter – jenseits von Porsche und Panzer. Dazu haben sich schon viele Leute Gedanken gemacht. Hier ein Vorschlag zur Güte.
Panzer statt Porsche? Ein NEIN genügt nicht! weiterlesenBusse und Bahnen statt Panzer und Kanonen: Konversion ist möglich!
Wo sich die Beschäftigten nicht wehren, beschließt die Geschäftsleitung mit einem Federstrich die Schließung und zieht sie auch durch.
Was bedeuten die Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes, was bedeuten das Allgemeinwohl und die Möglichkeit der Vergesellschaftung gegenüber der Gier nach maximalen Profiten.
Solidarität macht stark und Millionen sind stärker als Millionäre und Milliardäre. Es braucht für jeden Betrieb eine betriebliche und lokale Zukunftswerkstatt.
Busse und Bahnen statt Autos? Das geht – aber nicht ohne Beteiligung der Arbeiterinnen und Arbeiter, ohne Beteiligung von Betriebsrat und Gewerkschaft!
Busse und Bahnen statt Panzer und Kanonen: Konversion ist möglich! weiterlesenPorsche-Piëch-Clan: Zurück zu den kriegerischen Wurzeln
Zahlreiche Meldungen und Überschriften in den vergangenen Tagen: Porsche SE will Investitionen in Rüstung ausbauen. Porsche will mehr in die Rüstung investieren. Porsche sucht Rendite in Rüstungsindustrie- Porsche flüchtet in Rüstungsgeschäfte. Porsche-Familie liebäugelt mit Einstieg in die Rüstungsindustrie. Porsche will Plattform für Rüstungsinvestitionen aufbauen.
Um das umzusetzen, zur öffentlichen Wirkung und zur ideologischen Unterstützung, will Porsche einen „Defense Day“ ausrichten.
Porsche-Piëch-Clan: Zurück zu den kriegerischen Wurzeln weiterlesenVW-Werk Osnabrück vor der Entscheidung: Panzer oder Kleinbus?
Im Volkswagen-Werk in Osnabrück entscheidet sich die industrielle Zukunft Deutschlands. Weist sie in Richtung Rüstungsproduktion oder sozial-ökologische Mobilität? Eine Auseinandersetzung mit Signalwirkung – für Klima, Frieden und Klassenpolitik.
Stephan Krull und Mario Candeias
Stephan Soldanski, der Chef der IG Metall in Osnabrück, ist in Sorge: „Es wäre kurzsichtig, sich einseitig auf die Rüstungsindustrie zu konzentrieren“, sagte jüngst der Gewerkschafter.
VW-Werk Osnabrück vor der Entscheidung: Panzer oder Kleinbus? weiterlesenGewinneinbruch? Totes Kapital und Milliarden Rücklagen
Die Umsätze sinken und die Gewinne der deutschen Autoindustrie sind im ersten Halbjahr 2025 schmaler geworden. Die Großaktionäre, die eigentlichen Bestimmer in den Konzernen, zweifeln am Geschäftsmodell.
Gewinneinbruch? Totes Kapital und Milliarden Rücklagen weiterlesen