Arbeitszeitverkürzung und Beschäftigungssicherung

Arbeitszeitverkürzung ist nicht nur ein Istrument zur Krisenpräventuion, sondern ein wesentlicher Beitrag zur Humanisierung der Arbeit, zur Selbstverwirklichung von Menschen.

Michael Erhardt ist Geschäftsführer der IG Metall Geschäftsstelle Frankfurt.
Zu seinen Kompetenzen zählt er selbst eine offensive Gewerkschaftspolitik und den sozialökologischen Umbau. Die soziale Seite der Transformation muss Sicherheit im Wandel für die abhängig Beschäftigten sein.
Wie ordnet sich da das Thema Arbeitszeit ein? Und ist der Kampf um kollektive Arbeitszeitverkürzung Teil der offensiven Gewerkschaftspolitik?
Darüber spreche ich mit Michael Erhardt, Zuhörende sind herzliche eingeladen, mitzureden.

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Tesla ruft 500.000 Autos in die Fabrik zurück

IG Metall weiter auf dem Irrweg: „Willkommen im Land der Tarifverträge“.

Tesla ruft 500.000 Autos, eine ganze Jahresproduktion, zurück in die Werkstätten. Eine Genehmigung für die Fabrik in Grünheide gibt es (noch) nicht.

Der Produktionsanlauf verzögert sich aus vielerlei Gründen. Rollen irgendwann mehr als nur Testfahrzeuge vom Band?

Klagen auch wegen sexueller Übergriffe: Ein systematisches Problem bei Tesla?

Die Tagesschau meldet: Der amerikanische Hersteller von Elektroautos, Tesla, ruft fast eine halbe Million Fahrzeuge der Reihen Model 3 und Model S zurück. Wegen Problemen mit der Rückfahrkamera werden 356.309 Model 3 in die Werkstätten beordert, wie aus einem Dokument der US-Fahrzeugsicherheitsbehörde NHTSA hervorgeht. Der Kabelbaum der Rückfahrkamera könne durch das Öffnen und Schließen des Kofferraumdeckels beschädigt werden und die Rückfahrkamera ausfallen. Alle Model 3 der Modelljahre 2017 bis 2020 würden daher zurückgerufen, erklärte die Behörde.

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Projekt Arbeit und Mobilität 2030

Nicht nur den Motor wechseln, sondern das System!

Im Sommer 2021 fand das sechste „Spitzengespräch“ im Rahmen der „Konzertierten Aktion Mobilität“ im Bundeskanzleramt statt. Thematische Schwerpunkte des Gipfels waren «Sicherung der Wertschöpfung, Ausbau der Ladeinfrastruktur, Zukunftsfond Automobilindustrie und autonomes fahren» (so das Bundeskanzleramt). An dem Ge­spräch nahmen die Kanzlerin, mehrere Minister, die Spitzen von Union und SPD sowie Vertreter der Automobilbranche und der Gewerkschaft teil; Umweltverbände und Verkehrsinitiativen sucht man bei dieser «Konzertierten Aktion Mobilität» vergeblich.

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Vergiftetes Weihnachtsgeschenk bei Volkswagen: Leiharbeiter zum Jahresende entlassen

VW kündigt Leiharbeiter in Wolfsburg und anderen Werken

Leiharbeit in der Autoindustrie muss verboten werden!

SOLIDARITÄT heißt: Alle werden übernommen!

500 Leiharbeitern bei VW in Wolfsburg wird vor Weihnachten willkürlich gekündigt, 148 in Emden und viele auch in den anderen Werken. Das ist das Gegenteil von sozialer Verantwortung.

Volkswagen hat hunderte Millionen Euro aus der Arbeitslosenversicherung an Personalkostenzuschüssen bekommen. Und Volkswagen hat dieses Jahr 2,4 Milliarden Euro an die Großaktionäre ausbezahlt: 2,4 Milliarden Euro für die Porsches und Piëchs. In den Fabriken sind keine Frau und kein Mann zu viel an Bord – und das trifft nicht nur auf die Stammbelegschaften zu.

Deshalb darf niemand vor die Tür gesetzt werden. Es muss Schluss sein mit dem Elend der Leiharbeit! Wie in der Bauindustrie und der Fleischindustrie muss die Leiharbeit auch in der Autoindustrie verboten werden.

Alle Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter müssen jetzt einen Vertrag von VW bekommen!

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ab dem ersten Tag!

SOLIDARITÄT – es kann jeden treffen, wie die zunächst abgewehrten Pläne des Vorstandes beweisen.

In der Krise darf niemand allein gelassen werden.

Wie konnte es überhaupt zu einem solch miesen Zustand kommen?

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Umstrukturierung in der Autobranche: Von wegen Revolution

Belegschaft zweifelt an Elektrostrategie von Daimler-Vorstand

Am 30. Juni 2021 feierte Mercedes-Benz Lkw die Weltpremiere seines batterieelektrischen E-Actros für den schweren Lastverkehr. Mit dem ersten elektrischen Serien-Lkw läutet Daimler eine neue Ära ein – von Revolution gar war die Rede. Bei den Beschäftigten und beim Betriebsrat kommt das nicht nur gut an, weil Daimler gleichzeitig die Lkw-Sparte als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen will. Der Konzern wird weiter aufgesplittet und in kleinen Einheiten der Konkurrenz des Weltmarktes ausgesetzt.

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VW Aktionärsversammlung: Grün verklärte Profitgier

Satte Dividende trotz Kurzarbeitergeld. VW will auch in Zukunft den globalen Automarkt dominieren – Greenwashing und Gewinnmaximierung: VW-Chef Herbert Diess mit »neuer Konzernstrategie«

Herbert Diess ist sicher: »Die Welt hat sich auf uns zubewegt«, tönte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG am Donnerstag auf der Onlinehauptversammlung des weltgrößten Autoherstellers. Ganz im Kontrast zu einer Presseerklärung von »Brot für die Welt« vom 12. Juli: »Die Welt bewegt sich weg vom Ziel, den Hunger bis 2030 zu überwinden«, hieß es da. Zwei Seiten des Kapitalismus. VW Aktionärsversammlung: Grün verklärte Profitgier weiterlesen

Mobilitätswende: Mit den Produzenten reden und den Umbau planen!

Eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung und erste Schlussfolgerungen, veröffentlicht in express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 7-8/2021.

Nicht nicht nur die Gewerkschaften, auch die gesellschaftliche Linke und die sozialen Bewegungen, die sich für eine sozial-ökologische Wende stark machen, stehen vor großen Herausforderungen. Eigentlich erfordert die Zuspitzung der Klimakrise sofortiges Handeln, andererseits brauchen gesellschaftliche Veränderungen in „normalen Zeiten“ eben auch ihre Zeit. Die Mobilitätswende muss demokratisch gestaltet werden. Dazu gehört die Unterstützung von größeren Teilen der Beschäftigten der Autoindustrie. Wie denken sie, was fürchten sie, worauf hoffen sie – oder kleben sie am Auto, blockieren sie die Veränderungen? Wenn es sie denn gibt, ist die Blockade so beinhart, wie es das mediale Bild suggeriert? Ist nicht vielmehr das, was die Beschäftigten selbst über Klimapolitik, Transformation und Verkehrswende denken, ein blinder Fleck in der Berichterstattung der Medien – und allzu oft auch im linken und klimabewegten Diskurs? Es ist aber für politisches gesellschaftliches Handeln erforderlich, diese Hoffnungen und Ängste zu kennen und zu verstehen, um die richtige Ansprache zu finden und die richtigen Schritte zu gehen. Die Lücke wird jetzt gefüllt durch eine kleine Studie, die Jörn Böwe, Johannes Schulten und ich für die Rosa-Luxemburg-Stiftung erarbeitet haben. Ich stelle hier kurz die Thesen vor, die die Ergebnisse zusammenfassen. Anschließend daran ein paar Gedanken zur Umsetzung, zur Realisierung der Mobilitätswende mit den Beschäftigten. Mobilitätswende: Mit den Produzenten reden und den Umbau planen! weiterlesen

Arbeitszeitverkürzung: Ein zentrales Projekt für eine progressive Mehrheit!

ArbeitFairTeilen, 30-Stunden-Woche, Vier-Tage-Woche oder Kurze Vollzeit für alle: Ein zentrales Projekt für eine progressive Mehrheit – Das Einfache, das schwer zu machen ist!

Wann und wo immer die Verkürzung der Zeit für Erwerbsarbeit probiert wird, sind die Ergebnisse äußerst positiv – egal ob in einzelnen größeren oder kleineren Unternehmen oder in einzelnen Staaten. Der „Spiegel“ zeigt sich erstaunt: „Der Traum vieler Angestellter: Weniger arbeiten, gleich viel verdienen – und dabei am besten sogar mehr erledigen. Die Auswertung eines groß angelegten Experiments in Island deutet darauf hin: Das könnte funktionieren.“ Arbeitszeitverkürzung: Ein zentrales Projekt für eine progressive Mehrheit! weiterlesen

Green-Washing von Volkswagen

Volkswagen way to zero – so springt es in allen Stadien und auf Millionen Bildschirmen zur Fußball-Europameisterschaft unübersehbar ins Auge – neuerdings sogar in Regenbogenfarben.

Wie passt da der Bugatti Chiron Super Sport rein, ein Auto mit 1.500 PS und einem CO2-Ausstoß von 500 Gramm pro Kilometer? Eigentlich gar nicht. Der Bugatti versaut dem Konzern einfach die CO2-Bilanz, passt nicht zum grünen Image und führt schlimmstenfalls zu Strafzahlungen an die EU wegen zu hoher Flottenverbräuche. Also nun großes Reinemachen im VW-Konzern?

Volkswagen way to zero – ein regenbogenfarbenes Etikett, wo es ganz profan doch nur um optimale Profite geht. Green-Washing von Volkswagen weiterlesen

Dieselgate und die Rolle der CSU-Verkehrsminister

Das Verkehrsministerium, Dobrindt und Scheuer, sind in den Abgasbetrug tief verstrickt. Volkswagen spart Personalkosten durch Kurzarbeitergeld, reduziert die Steuerzahlungen und verteilt die Gewinne an Aktionäre und Management.

Die Deutsche Umwelthilfe hat nach fünfeinhalb-jährigem Rechtsstreit Akteneinsicht beim Bundesverkehrsministerium erhalten. Dazu war eine Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes erforderlich. Dieselgate und die Rolle der CSU-Verkehrsminister weiterlesen