VW hinter die Kulisse geschaut: Bilanzpressekonferenz am 14. März 2017

„Die Umsatzerlöse der Marke Volkswagen Pkw gingen im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf 105,7 Mrd. Euro zurück. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sank auf 1,9 (2,1) Mrd. Euro. Der Rückgang ist wesentlich auf Volumen-, Mix- und Wechselkurseffekte sowie höhere Vermarktungskosten infolge der Dieselthematik zurückzuführen. Dagegen wirkten bereits Kosteneinsparungen aus dem Effizienzprogramm positiv.“
Minus 0,6% Umsatz Marke VW. Rückgang auf blabla sowie höhere Vermarktungskosten infolge der Dieselthematik.“ „Dieselthematik“ ist Synonym für den millionenfachen Abgasbetrug. Aber was bedeuten „Vermarktungskosten“ in diesem Zusammenhang? VW hinter die Kulisse geschaut: Bilanzpressekonferenz am 14. März 2017 weiterlesen

Epochaler Umbruch in der Autoindustrie – Alternativen dringend erforderlich!

Höchste Zeit für eine kritische Debatte im Landesverband Niedersachsen bei Die Linke!
Die Autoindustrie und Volkswagen stecken in einer existenziellen Krise. Die Märkte sind weitgehend gesättigt, die Überkapazitäten, hohe Investitionen und wachsendes konstantes Kapital fressen an der Profitrate. Die Eigentümer, im Falle von VW eben der Porsche-Piëch-Clan und der Terrorstaat Katar, greifen zu kriminellen, das Leben, die Gesundheit und das Klima gefährdenden gigantischen Betrügereien. Der Staat, die Regierungen in Berlin und Hannover, die sie tragenden Partei (CDU, CSU, SPD und Grüne) machen sich zu Kumpanen der Autoindustrie, eine gefährliche Symbiose von Kapital, Staat und Verbrechen. VW hat ein „Zukunftspakt“ genanntes Sparpaket mit Stellenabbau in Größenordnung von 60.000 Beschäftigten einschließlich der Leih- und Werkvertragsarbeiter sowie jährlichen Einsparungen von weit über 4 Milliarden Euro über die verschiedenen Marken aufgelegt.
Was sagt Die Linke dazu? Epochaler Umbruch in der Autoindustrie – Alternativen dringend erforderlich! weiterlesen

Übernahme von Opel durch Peugeot: Die Import-Braut

Manfred Kriener, TAZ, 25.2.2017

Mit Frankreich hat Opel eigentlich gute Erfahrungen gemacht: Urvater Adam Opel hatte Ende des 19. Jahrhunderts in Paris gelernt, wie man Nähmaschinen baut, später produzierte er auch schnittige Fahrräder. Es war der erfolgreiche Beginn einer langen Unternehmensgeschichte. Seine Söhne fertigten 1899 die ersten Autos, 1902 in Lizenz auch französische Darracq-Modelle.
115 Jahre später sind es schon wieder die Franzosen: Die traditionelle Rüsselsheimer Blitzmarke, in Glanzzeiten Nummer eins in Europa, wird von dem französischen Konkurrenten PSA (Peugeot, Citroën, DS) übernommen. Die alte Mutter GM wird die verlustreiche deutsche Tochter endgültig los. Eine neue überraschende Volte in der langen Opel-Leidensgeschichte. Die ist noch nicht zu Ende. Übernahme von Opel durch Peugeot: Die Import-Braut weiterlesen

Die Vergangenheit ist nicht vorbei. Volkswagen und die Autostadt Wolfsburg

Der Bau des Volkswagenwerkes durch Porsche und die Nazis

Die „Stunde Null“ gab es nicht – geschäftliche, personelle und ideologsiche Kontinuitäten

Werk und Stadt wollten sich der Vergangenheit entledigen

Artikel aus SOZIALISMUS, 4-2012

https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Themen/GK_Geschichte/Sozialismus_04-2012_Krull.pdf

Auto und Mobilität. Transformationsdebatte in der Krise

„Auto.Mobil.Krise“.Bericht über die Internationale Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Fraktion Die Linke im Bundestag, Stuttgart, 29./30. 10. 2010 in Z – Zeitschrift Marxistische Erneuerung Nr. 84, 12/2010 Auto und Mobilität. Transformationsdebatte in der Krise weiterlesen

Volkswagen – der entfesselte Riese?

Vorbemerkung:

Ein Artikel von mir aus „SOZIALISMUS 6/2004, der wenig an Aktualität verloren hat – einige Personen haben gewechselt, ansonsten wird der Plan für die Hartz-Gesetze im VW-Labor ausprobiert.

Das Foto oben (der gefesselte Riese) ist aus dem Vortrag von Personalvorstand Peter Hartz bei einer Betriebsräteversammlung am 29. April 2004.

 

Die Demagogie wird zur materiellen Gewalt, wenn die Standortfalle zuklappt!

„Ein Quäntchen Angst am Arbeitsplatz könne die Leistungskraft entscheidend steigern, meinen zwei Kölner Betriebswirtschaftler. Ihr Rat an die Manager: Mehr Mut zur Macht!“

Diese krude Idee von zwei wohl Aufträge suchenden „Wissenschaftlern“  könnte man getrost in den Papierkorb werfen, lägen sie damit nicht genau im Zeitgeist. Eine ganze Seite war dieser menschenfeindliche Gedanken-Abfluss dem „manager magazin“ wert. Möglicher weise handelt es sich dabei aber auch nur um eine Blaupause der tarifpolitischen Strategie von Volkswagen für das Jahr 2004, die von der Manager-Idee beseelt scheint, „die Mitarbeiter aus der Komfortzone“ zu holen.[2] Der Begriff „Zone“ ist hier kaum zufällig gewählt, wurde doch über die ehemalige „Ostzone“ gerade als künftige „Sonderwirtschaftszone“ orakelt. Merkmale dieser „Sonderwirtschaftszonen“ sind, neben Steuerfreiheit, die „Befreiung“ von arbeitsrechtlichen Normen, von Tarifverträgen, Koalitionsfreiheit und von Gewerkschaften. Volkswagen – der entfesselte Riese? weiterlesen