100 Jahre 8-Stunden-Tag – ein Grund zu feiern und zu kämpfen

Im November 1918 beschloss der Rat der Volksbeauftragten die Einführung des 8-Stunden-Tags. 100 Jahre später ist das ein Anlass zurück und voraus zu schauen. Dazu lädt die Attac AG Arbeit-Fair-Teilen für den 27. Oktober ins Haus Dacheröden ein. Radio F.R.E.I. sprach mit Stephan Krull, einem der Organisatoren über historisches aber auch über Perspektiven.

https://radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=7234

 

Die nächste Runde im Kampf um die Zeit – es geht um Zukunft, Solidarität und Demokratie!

Die IG Metall geht den Kampf um die 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland an!

Viele Menschen gehen in den Westen, weil sie dort weniger arbeiten für mehr Geld.

Fast 30 Jahre nach dem Anschluss der DDR an die BRD arbeiten die Beschäftigten in den ostdeutschen Bundesländern pro Jahr immer noch rund einen Monat länger als im Westen – trotz gleicher Produktivität. „Drei Stunden wöchentlich: Das sind zweieinhalb Jahre Lebenszeit für Familie, Ehrenamt, Hobbys und Bildung“ wie junge Metallerinnen aus dem BMW Werk in Leipzig sagen. Mit der Weigerung der Arbeitgeber, gleiche Arbeit in Ost und West gleich zu bezahlen, werden die Menschen aus dem Land getrieben. Mit dieser schreienden Ungerechtigkeit werden die Konkurrenz und die Verrohung der Menschen angetrieben. Das gesellschaftliche Leben nimmt erheblichen Schaden und die Demokratie kommt unter die Räder. Dagegen stemmen sich jetzt die Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie und die IG Metall. Beschäftigte und Gewerkschaft erwarten Unterstützung aus der Politik und auf Solidarität der Gesellschaft, der Kirchen, Vereine und der sozialen Bewegungen! Die nächste Runde im Kampf um die Zeit – es geht um Zukunft, Solidarität und Demokratie! weiterlesen

Trend zum Einwegauto?

VW will moderne Diesel-Pkw verschrotten, um neue Autos zu verkaufen. Die Frechheit ist größer als die Not – aber der Ruf ist ruiniert. Ein Feldzug gegen das Auto?

Der Autoabsatz ist drastisch eingebrochen, die Produktion bei Ford, Opel und Volkswagen wird reduziert, Personalabbau, Kurzarbeit und „verlängerte Ferien“ sind die Zeichen der Krise. Die Fertigung wird in weltweiten „Produktionsnetzwerken“ verteilt, um Beschäftigung irgendwie zu halten; so wird jetzt z.B. im Wolfsburger Stammwerk ein Modell von SEAT produziert. Beschäftigte werden unter Druck gesetzt, in andere Standorte zu wechseln, wo es doch auch keine Perspektive gibt.

Bei VW sanken die Verkaufszahlen im September in Westeuropa um 40 Prozent. Das ist das Ergebnis des Abgasbetruges,  von Marktsättigung, von mörderischer Konkurrenz in einem nicht mehr wachsenden Markt und das absehbare Ende des Autos als individuelles Verkehrsmittel mit Verbrennungsmotor. Trend zum Einwegauto? weiterlesen

Perspektiven der Mobilität: Der Beginn einer Debatte

Gewerkschafter aus der Autoindustrie, Bahnbeschäftigte, Umweltschützer und Globalisierungskritiker diskutieren über Perspektiven der Mobilität. hier der Start aus dem Jahr 2010 – Aktuell wie heut: ausser, dass die unternehmen in den letzten jahren riesige profite eingefahren haben und dass die krise sich jetzt zuspitzt, ist die situaiton heute sehr ähnlich. dehalb lohnt ein blick zurück.

Perspektiven der Mobilität: Der Beginn einer Debatte weiterlesen

Porsche-Piëch-Clan kassiert: Drei Milliarden Euro Betrugsdividende

Audi zahlt Bußgeld, Opel unter Verdacht – Mobilitätswende oder Katstrophe?

Es ist ja kaum eine Meldung wert, dass Audi jetzt ein Bußgeld von 800 Millionen Euro auferlegt wird, ebenso wenig, dass die Staatsanwaltschaft jetzt auch bei Opel fündig geworden ist mit illegaler Abgasmanipulation. Es ist kaum eine Meldung wert, dass die Bundesregierung in trauter Eintracht mit der Autoindustrie nur ein Ziel hat, nämlich Fahrverbote zu verhindern – scheiß auf Klimaveränderungen, scheiß auf massive Gesundheitsbeeinträchtigungen, scheiß auf deutsches und europäisches Recht, scheiß auf die Verdrossenheit der Menschen gegenüber solchen willfährigen Politikerinnen und Politiker, scheiß auf die Demokratie.

Aber zwei Sachen sind in diesem Zusammenhang schon noch erwähnenswert: Porsche-Piëch-Clan kassiert: Drei Milliarden Euro Betrugsdividende weiterlesen

Schlechte Arbeit tötet – 6.000 tödliche Arbeitsunfälle, pro Tag!

Weltweit sind es über zwei Millionen Menschen, über 6.000 pro Tag, die durch Arbeitsunfälle ihr Leben verlieren. Im Jahr 2017 kamen in Deutschland an jedem Werktag zwei Menschen durch Arbeitsunfälle ums Leben: für 451 Personen kam nach einem Unfall am Arbeitsplatz jede Hilfe zu spät; sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Recherchen des ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus ist die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle im vergangenen Jahr gestiegen. Dagegen gehen die Betriebskontrollen der staatlichen Arbeitsschutzbehörden seit Jahren zurück. Neben dem zunehmenden Stress und den vielen Überstunden in den Betrieben ist es vor allem eine Verschlechterung der Arbeitssicherheit und bei den staatlichen Kontrollen der Betriebe zur Einhaltung der gesetzlichen Standards, der Unfallverhütungsvorschriften. In allen Bundesländern wurden bei den Gewerbeaufsichtsämtern und anderen Arbeitsschutzbehörden massiv Stellen abgebaut. Die Folge: Die Zahl der Arbeitskontrollen wurde je nach Bundesland zwischen 35 und 96 Prozent zurückgefahren; am stärksten, wen wundert es, in den ostdeutschen Bundesländern. Schlechte Arbeit tötet – 6.000 tödliche Arbeitsunfälle, pro Tag! weiterlesen

Das Elektroauto ist keine Lösung, sondern ein Problem.

Die deutsche Autoindustrie setzt, wie die Bundesregierung, auf das Elektroauto und spricht in diesem Zusammenhang von einer großen Transformation der Autoindustrie. Andere Aspekte wie autonomes fahren und neue Geschäftsfelder werden hier zunächst nicht weiter betrachtet, obgleich sie Teil dieser Transformation sein sollen.

Im Gesprächskreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung „Zukunft Auto, Umwelt und Mobilität“ haben wir uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Dr. Alfred Hartung, der viele Jahre in der Forschung bei Volkswagen gearbeitet hat, hat dazu einen Vortrag gehalten, auf den ich mich stütze.

Meine These: Elektroautos lösen keines der Probleme, die zur Notwendigkeit der Transformation der Mobilität geführt haben. Hier die Argumente und Fakten: Das Elektroauto ist keine Lösung, sondern ein Problem. weiterlesen

Algorithmen für Alle!

„Mit mehr Autos können wir das Verkehrsproblem nicht lösen“ … sagt BMW.

Demokratisch entscheiden – mit einem paritätischen Mobilitätsrat.

Ist das Auto noch des deutschen Mannes liebstes Kind? Zunehmend weniger sieht man die Männer am Wochenende das Auto polieren – zu fast 70 Prozent gehören die Limousinen und SUV’s  gar nicht den Fahrern, sondern sind steuermindernd absetzbare Dienst- und Geschäftsfahrzeuge. Aber immer noch wird geprotzt mit Pferdestärken und Geschwindigkeiten – das Auto ist mehr denn je ein Statussymbol für den karriereorientierten Mittelstand; für die reiche Oberschicht sowieso. Davon grenzen sich jedoch immer mehr Menschen ab, die aus finanziellen oder aus sozial-ökologischen Gründen kein Auto besitzen respektive sehr selten benutzen. Algorithmen für Alle! weiterlesen

Dieselgate: Unterwürfige Regierung

Aktienspung für Autoaktien – trotz drastischer Absatzeinbrüche der Autokonzerne 

Es ging weder um den millionenfachen Abgasbetrug noch um den Verdacht der Kartellbildung, sondern ‹nur› darum, drohende Fahrverbote zu vermeiden.

Das Dieselprivileg, die Steuerbegünstigung von Dieseltreibstoff, wird nicht angetastet; der Staat subventioniert so die Dieselflotte weiterhin mit mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr.

Nachdem die Autoindustrie ihren Kundinnen und Kunden eine „Mobilitätsgarantie“ auch im Falle von Fahrverboten gegeben hat, hat die Regierungskoalition Maßnahmen vorgesehen, mit denen die Bürger auch im Falle von Fahrverboten „ihre Mobilität erhalten können.“ Die Linie der Autoindustrie wird von der Regierung also befolgt. Dieselgate: Unterwürfige Regierung weiterlesen